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Quantenrechner : Jetzt können Laien diesen Supercomputer nutzen

Quantencomputer für die Masse: Technologiekonzern IBM öffnet seine Pforten. Bild: dpa

Komplexe Experimente in Sekundenschnelle: Das Potential von Quantencomputern ist enorm. Nun macht ein Konzern diese bahnbrechende Technologie der breiten Masse zugänglich.

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          Der Technologiekonzern IBM macht sich abermals daran, die Computer- und Rechentechnik zu revolutionieren. Hatte er in den fünfziger und sechziger Jahren Großrechenanlagen den Weg in die Unternehmen geebnet und in den achtziger Jahren den Personalcomputer zu einem Phänomen des weltweiten Massenmarktes gemacht, so geht er nun daran, Quantencomputing auf eine breitere Basis zu stellen.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nachdem der Konzern im vergangenen Jahr bereits den Zugriff auf einen solchen Computer der Extraklasse erlaubte, hat er nun eine Schnittstelle eröffnet, mit der nicht nur Wissenschaftler und Forscher sich auf ein solches System schalten können. Sondern auch interessierte Laien.

          „Wer nicht empört ist, hat es nicht verstanden“

          Quantencomputer werden auch die wahren künstlichen Gehirne genannt. Denn anders als bisherige Rechner arbeiten sie nicht mit Bits und im binären Code und sind damit nicht auf die Aussagen „Ja“ oder „Nein“, „Eins“ oder „Null“ beschränkt. Sie arbeiten mit sogenannten Qbits, und die können wie durch ein Wunder der Natur beide Zustände auf einmal annehmen. Qbits sind also zugleich da und doch auch nicht.

          Möglich ist das, weil die IBM-Maschine die Prinzipien der Quantenphysik nutzt. Demnach können Objekte zwei verschiedene Zustände gleichzeitig annehmen, sie bleiben trotz auch noch so großer Distanzen wie durch Magie immer miteinander verbunden. Zwei Phänomene, die man in der Alltagswelt nicht beobachtet und die nur schwer zu erklären sind.

          Der dänische Nobelpreisträger Niels Bohr hatte einst mit Blick auf die Komplexität und Ungeheuerlichkeit über die Quantenphysik gesagt: „Wer zum ersten Mal davon hört und nicht empört ist, der hat sie nicht richtig verstanden.“ Als sein Kollege Werner Heisenberg gefragt wurde, wie man sich das denn alles vorstellen solle, sagte er nur: „Versucht es gar nicht erst.“ Dennoch schaffen es die Physiker heutzutage mit Bravour, die fragilen Quantenzustände von Atomen zu manipulieren. Dadurch eröffnen sich der Verarbeitung von Informationen und riesigen Daten völlig neue Wege.

          IBM geht mit seinem Projekt daran, diese Möglichkeiten so breit wie möglich auszuloten. So hatte das Unternehmen vor einem Jahr den Zugriff auf einen experimentellen Quantencomputer über seine Cloud ermöglicht.

          Mehr als 40.000 Nutzer aus aller Welt haben das bisher getan. Sie nutzten diese Supermaschine für eine Viertelmillion Experimente, Versuche und Testreihen. Dabei stehen vor allem komplizierte mathematische Lösungen im Mittelpunkt, deren Aufgabenstellung auch geneigte Laien oft nicht verstehen.

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