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Hunger : Wachstum macht satt

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Der Hunger in der Welt geht langsam zurück. Gründe dafür sind auch Fortschritte in der Agrarchemie und der Pflanzenzucht, auf die viele immer nur schimpfen.

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          In der öffentlichen Wahrnehmung dominieren in Deutschland auf krasse Weise die Risiken, wenn es um den agrarischen Strukturwandel geht. Pessimistisch bis aggressiv ablehnend ist die Bildsprache in populären Büchern oder Dokumentarfilmen, wenn es um Agrarchemie, Pflanzenzucht oder den weltumspannenden Agrarhandel („Chlorhühnchen“) geht. Man kann es sich leisten, sich vorrangig um Ökosysteme, Artenvielfalt oder – esoterisch versalzen – „Mutter Erde“ zu sorgen.

          Es gibt Anlass für Skepsis, doch trotzdem: Was durch die vertraute grüne Brille schrecklich scheint, sind zugleich die Hauptgründe dafür, dass der Hunger stark zurückgeht. 40 Millionen weniger Hungernde als im Vorjahr, mit 805 Millionen immer noch entsetzlich viel. Es ist aber doch eine beachtliche Entwicklung in einer Zeit, in der die Weltbevölkerung stark wächst und die Ackerflächen kaum zunehmen.

          Wahr ist aber auch, dass schon jetzt genug produziert wird, die Verteilung von Reis oder Weizen unter die Ärmsten aber nicht gelingt. Die Entwicklungshilfe spielt eindeutig die zweite Geige. Laut den Vereinten Nationen tragen Geld-Transfers von Familienangehörigen aus reichen in arme Länder den weit größeren Teil zur Armutsbekämpfung bei.

          Mit anderen Worten: Das beste Instrument für Umverteilung ist Wirtschaftswachstum – ein nachhaltiges, versteht sich.

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