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Huawei-Gründer Ren : Der Überlebende

Wie viel Huawei-Gründer Ren Zhengfei nach Verkündung der Quartalszahlen wohl noch zu lachen haben wird? Bild: Reuters

Der Technologiekonzern Huawei leidet unter den amerikanischen Sanktionen. Für Gründer Ren Zhengfei geht es um sein Lebenswerk. Da käme ein persönliches Gespräch mit Joe Biden gerade recht.

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          Donald Trump brachte als amerikanischer Präsident den größten chinesischen Technologiekonzern Huawei offenbar an den Rand des Abgrunds. Mit einem weitreichenden Bann setzte er Huawei so heftig zu, dass sich das Topmanagement im vergangenen Jahr zu höchst dramatischen Formulierungen genötigt sah. „Überleben“ sei die oberste Priorität, hieß es in einer Neujahrsbotschaft an die Mitarbeiter. Gut ein Jahr später gibt es Huawei immer noch, und nun sitzt Nachfolger Joe Biden im Weißen Haus. Man könnte erwarten: Jetzt wird alles gut für die Chinesen.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wohl nicht ganz. In einem ersten Telefonat am Mittwoch zwischen Biden und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping ging es zwar diplomatischer zu als unter Trump. Doch der neue amerikanische Präsident ließ gegenüber Xi keine Zweifel aufkommen, dass auch ökonomisch zwischen den beiden Großmächten längst nicht alles zum Besten steht. Damit behalten Fachleute recht, die schon in der Vergangenheit an einem zweifelten: dass nämlich der demokratische Regierungschef in Washington eine komplett andere Linie fährt als Trump, wenn es um den der Spionage verdächtigten Hersteller von Mobilfunknetzen, Smartphones und Notebooks geht. Huawei steht in den Vereinigten Staaten seit Mai 2019 auf der sogenannten „Entity List“. Sie führt Unternehmen auf, denen vorgeworfen wird – so heißt es im Falle Huaweis –, Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit oder gegen außenpolitische Interessen Amerikas zu entfalten. Damit ist amerikanischen Partnern das Geschäft mit dem Konzern grundsätzlich untersagt.

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