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HSBC, London : Stephen King, HSBC, London

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Die EZb sollte ihre Sitzungsprotokolle veröffentlichen, damit die Märkte die relevanten Themen und Abläufe verstehen.

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          Ich habe ganz allgemein Zweifel in bezug auf Inflationsziele, denn sie können negative Folgen haben, wenn Spekulationsblasen oder Risiken für das ganze Finanzsystem auftreten. Eine allgemein gehaltene Definition von Preisstabilität, etwa als "ein Niveau, das für eine nachhaltige Wachstumsrate angemessen ist", wäre wahrscheinlich vorteilhafter. Wenn es aber ein Inflationsziel geben soll, dann sollte es flexibler sein als derzeit und symmetrisch. Ein Zielband von 1,5 bis 2,5 Prozent halte ich für sinnvoll. Das aktuelle Ziel ist sehr ehrgeizig, jedenfalls verglichen mit den Zentralbanken in Großbritannien, Australien und Neuseeland. Die Zwei-Säulen-Strategie kann die Märkte immer dann verwirren, wenn die zwei Säulen in entgegengesetzte Richtungen weisen. Wenn sie in die gleiche Richtung "laufen", warum braucht man dann zwei? Das größere Problem aber stellen die EZB-Veröffentlichungen dar. Die Sitzungsprotokolle sollten veröffentlicht werden, damit die Märkte die relevanten Themen und Abläufe verstehen. Die EZB hat von der Bundesbank den geheimniskrämerischen Ansatz geerbt, bei dem die Währungshüter niemals über ihre Entscheidungsgründe reden. Um nationalen Empfindlichkeiten vorzubeugen, könnten die Protokolle ohne Namensnennung veröffentlicht werden.

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