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Hotelbuchungsportale : HRS schluckt Hotel.de

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Auf dem Markt der Hotelbuchungs-Webseiten tummeln sich etliche Anbieter. Der größte Anbieter HRS übernimmt jetzt den kleinen Rivalen Hotel.de.

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          Europas größte Hotelbuchungs-Website HRS schluckt den Rivalen Hotel.de. Die Privatfirma HRS habe sich zunächst für knapp 43 Millionen Euro von den Hotel.de-Gründern 62 Prozent an dem börsennotierten Unternehmen gesichert, teilten die beiden Online-Anbieter am Freitag mit. Je Aktie zahle HRS 18,50 Euro - ein Aufschlag von gut 30 Prozent zum Vortageskurs. Da HRS vorher schon drei Prozent an Hotel.de hielt, liege die Höhe der Beteiligung damit bei 65 Prozent. Als nächstes wolle HRS sich auch den Rest des Unternehmens sichern. Den übrigen Aktionären werde ein Angebot von ebenfalls 18,50 je Titel vorgelegt, teilte die in Köln ansässige HRS mit. Hotel.de ist damit 70 Millionen Euro wert.

          Mit der Fusion wollen beide Unternehmen ihre Stellung auf dem deutschen Online-Buchungsmarkt für Hotels stärken. Der ist hart umkämpft, da mittlerweile viele Anbieter wie Hotels.com oder Hotelreservierungen.de mit ähnlichen Diensten in das Segment drängen. Gleichzeitig haben Bewertungsseiten wie die zum Münchner Internet-Unternehmen Tomorrow Focus gehörende Holiday Check oder Trip Advisor ihr Angebot erweitert. Reiselustige können dort nicht mehr nur über die Vorzüge und Nachteile ihre Urlaubsherbegen diskutieren, sondern die Hotels auch gleich buchen.

          Die zehn Jahre alte Hotel.de kam 2010 bei gut 36 Millionen Euro Umsatz auf 1,8 Millionen Euro Überschuss. Das Nürnberger Unternehmen beschäftigt 385 Mitarbeiter und wird von Mitgründer Heinz Raufer geführt. Raufer und das übrige Management werden auch nach der Übernahme an Bord bleiben, teilte Hotel.de mit. HRS fuhr 2009 - neuere Zahlen liegen nicht vor - bei 108 Millionen Euro Umsatz 19 Millionen Euro Jahresgewinn ein.

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