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Pauschale Steuerregeln : An der falschen Stelle gespart?

Wie hilfreich ist die neue Pauschale? Bild: dpa

Wie gelungen ist die neue Homeoffice-Pauschale? Zumindest der Verlustrücktrag wäre sinnvoll gewesen.

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          Die Koalition ist einerseits großzügig, andererseits mehr als knauserig. Sie bereitet eine Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer vor, die wegen der Pandemie vermehrt zu Hause arbeiten. Bisher können diese dafür kaum etwas beim Finanzamt geltend machen – dies erkennt ein Arbeitszimmer nur an, wenn es nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird. Die neue Pauschale ist somit vertretbar, solange eine faire Aufteilung der Kosten für eine Arbeitsecke in der Steuererklärung nicht möglich ist. Auch bei Gastwirten und anderen Betriebsinhabern, die aktuell schließen müssen, zeigte sich die „Groko“ extrem spendabel. Die Orientierung an den Umsatzausfällen ist mehr als üppig, nicht zuletzt, weil man damit Klagen der Betroffenen verhindern wollte. Nur beim Verlustrücktrag soll nichts mehr kommen, hier bockt und blockt die SPD. Dabei verliert der Fiskus mit diesem Ventil kein Geld. Verluste, die mit früheren Gewinnen verrechnet werden, können diese später nicht drücken. Andersherum: Was heute nicht passiert, kommt später. Der Effekt ist derselbe, nur in einem anderen Jahr. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz spart da an der falschen Stelle.

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