https://www.faz.net/-gqe-9z7f3

Trend zum Homeoffice : Bleibt zu Hause!

Künftig der Regelfall? Infolge der Pandemie arbeiten viele Deutsche von Zuhause aus. Bild: dpa

Die Corona-Krise ist auch ein riesiges Weiterbildungsprogramm für Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Es wäre töricht, daraus keine Lehren zu ziehen.

          1 Min.

          Die Corona-Krise ist das vermutlich größte Weiterbildungsprogramm für Unternehmen und ihre Mitarbeiter der Geschichte. Buchstäblich über Nacht mussten Millionen Beschäftigte ihren Beruf plötzlich in den eigenen vier Wänden ausüben, sich mit neuer Kommunikationssoftware anfreunden und dabei oftmals noch die Familie am Laufen halten.

          Und siehe da: Es hat geklappt! In der großen Mehrheit der Fälle sogar so gut, dass einige Arbeitgeber nun auf die Idee kommen, den Anteil ihrer Heimarbeiter sprunghaft zu erhöhen. Mal abgesehen von der Tatsache, dass es erst eine Pandemie brauchte, um die Vorteile von dezentralem Arbeiten zu unterstreichen, wäre es natürlich töricht, aus dieser extremen Erfahrung keine Lehren zu ziehen.

          Wenn Unternehmen wie der Autohersteller PSA oder auch Banken dies nun aber vorwiegend tun, um in schweren Zeiten Büromieten und Heizkosten zu sparen, dann haben die Manager ihre Lektion leider doch nicht gelernt. In einem effizienten System werden Tätigkeiten ins Homeoffice ausgelagert, die keine Anwesenheit und Anbindung erfordern. Wer aber aus einem reinen Kostenkalkül heraus lediglich die Zahl der Bürostühle verringern will, der wird rasch merken, dass sich Mitarbeiter ungern wie Kostenblöcke verschieben lassen.

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Weitere Themen

          Scholz will gegen Billigflüge vorgehen

          Kein Flug unter 50 Euro? : Scholz will gegen Billigflüge vorgehen

          Die SPD will Bahnfahren mithilfe einer Preisgrenze für Flugreisen attraktiver machen. Während die Flüge innerhalb Europas nicht mehr unter 50 Euro kosten sollen, hält der Kanzlerkandidat am kostenpflichtigen Nahverkehr fest.

          Warum nachhaltiges Investieren so schwer ist Video-Seite öffnen

          Greenwashing : Warum nachhaltiges Investieren so schwer ist

          Grüne Investitionen erobern die Finanzmärkte. Mehr als 300 Milliarden Dollar flossen 2020 in „nachhaltige“ Anlagen und brachen damit den Rekord des Vorjahres. Doch wirklich "grün" zu investieren, ist schwieriger als es klingt.

          Topmeldungen

          In einer Apotheke in Soest wird ein Schnelltest vorgenommen.

          RKI-Zahlen : Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 104

          17.419 Corona-Neuinfektionen und 278 Todesfälle, das sind wieder weniger als vor einer Woche. Entsprechend geht die Sieben-Tage-Inzidenz weiter zurück – auf 103,6. Für Urlaubsrückkehrer und Einreisende gelten ab heute gelockerte Regeln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.