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Trend zum Homeoffice : Bleibt zu Hause!

Künftig der Regelfall? Infolge der Pandemie arbeiten viele Deutsche von Zuhause aus. Bild: dpa

Die Corona-Krise ist auch ein riesiges Weiterbildungsprogramm für Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Es wäre töricht, daraus keine Lehren zu ziehen.

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          Die Corona-Krise ist das vermutlich größte Weiterbildungsprogramm für Unternehmen und ihre Mitarbeiter der Geschichte. Buchstäblich über Nacht mussten Millionen Beschäftigte ihren Beruf plötzlich in den eigenen vier Wänden ausüben, sich mit neuer Kommunikationssoftware anfreunden und dabei oftmals noch die Familie am Laufen halten.

          Und siehe da: Es hat geklappt! In der großen Mehrheit der Fälle sogar so gut, dass einige Arbeitgeber nun auf die Idee kommen, den Anteil ihrer Heimarbeiter sprunghaft zu erhöhen. Mal abgesehen von der Tatsache, dass es erst eine Pandemie brauchte, um die Vorteile von dezentralem Arbeiten zu unterstreichen, wäre es natürlich töricht, aus dieser extremen Erfahrung keine Lehren zu ziehen.

          Wenn Unternehmen wie der Autohersteller PSA oder auch Banken dies nun aber vorwiegend tun, um in schweren Zeiten Büromieten und Heizkosten zu sparen, dann haben die Manager ihre Lektion leider doch nicht gelernt. In einem effizienten System werden Tätigkeiten ins Homeoffice ausgelagert, die keine Anwesenheit und Anbindung erfordern. Wer aber aus einem reinen Kostenkalkül heraus lediglich die Zahl der Bürostühle verringern will, der wird rasch merken, dass sich Mitarbeiter ungern wie Kostenblöcke verschieben lassen.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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