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Nach der Hochwasserkatastrophe : 30 Milliarden Fluthilfe – reicht das?

Trümmerlandschaft: Eine Klinik in Ahrweiler Bild: Michael Braunschädel

Noch nie haben Bund und Länder ad hoc so viel Geld bereit gestellt wie für die horrenden Flutschäden. Aber ist das genug? Ein Überblick.

          3 Min.

          In der Krise fließt das Geld schnell und reichlich: Auf einen Wiederaufbaufonds in Höhe von 30 Milliarden Euro haben sich Bund und Länder am Dienstag geeinigt. Im Angesicht der größten Hochwasserkatastrophe in Deutschland ist das so viel wie nie zuvor. Schnell muss es gehen, daran ließ die Bundesregierung auch am Mittwoch keinen Zweifel. Die Hilfen aus dem geplanten milliardenschweren Wiederaufbaufonds sollen zügig bei den Betroffenen ankommen, versprach Regierungssprecher Steffen Seibert. Konkret geht es um folgenden Zeitplan: Am kommenden Mittwoch soll das geplante Gesetz vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Der Bundestag wird es voraussichtlich in einer Sondersitzung am 25. August zum ersten Mal beraten, bis zum 7. September soll alles unter Dach und Fach sein. Auch der Bundesrat muss noch zustimmen.

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Noch ist die Schadensermittlung im vollen Gange, mehr als grobe Schätzungen gibt es nicht. Doch die haben es in sich: Allein in Nordrhein-Westfalen liegen die Schäden nach ersten Schätzungen bei mehr als 13 Milliarden Euro, wie der Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet mitteilte. Die Schäden in Rheinland-Pfalz seien mindestens genauso hoch, hieß es.

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