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48 Milliarden : Hochschulen geben mehr aus - und nehmen mehr ein

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Hochschul-Bibliothek: Die Unimedizin ist insgesamt für 90 Prozent der Hochschuleinnahmen verantwortlich. Bild: dpa

Die Universitäten verbuchen mehr Geld für die Forschung und steigende Einnahmen aus der Medizin. Auf der anderen Seite sinken die Einnahmen - auch wegen fehlender Studiengebühren.

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          Die Ausgaben der Hochschulen in Deutschland sind im Jahr 2014 gestiegen. Insgesamt gaben die öffentlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen 48,2 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung aus, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 4,1 Prozent mehr als 2013.

          Der größte Posten waren mit 27,9 Milliarden Euro wie schon in den Vorjahren die Personalausgaben. Sie machten 57,8 Prozent der gesamten Ausgaben aus. Der laufende Sachaufwand betrug 16,3 Milliarden Euro, die Investitionen lagen bei vier Milliarden Euro.

          Mehr als 90 Prozent der Einnahmen aus der Unimedizin

          Die Ausgabensteigerungen konnten die Hochschulen zu einem erheblichen Teil über höhere Einnahmen finanzieren. Durch wirtschaftliche Tätigkeit und Vermögen, das zu mehr als 90 Prozent von medizinischen Einrichtungen als Entgelte für die Krankenbehandlung erwirtschaftet wurden, erhöhten sich die Einnahmen um 4,2 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro.

          Außerdem warben die Hochschulen im Jahr 2014 Drittmittel in Höhe von 7,3 Milliarden Euro ein, das war ein Plus von 2,5 Prozent. Die Drittmitteleinnahmen sind in erster Linie für Forschung und Entwicklung an Universitäten bestimmt. Wichtigste Drittmittelgeber der Hochschulen waren die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit 2,4 Milliarden Euro, der Bund mit 1,9 Milliarden Euro und die gewerbliche Wirtschaft mit 1,4 Milliarden Euro.

          Die Einnahmen der Hochschulen aus Beiträgen der Studenten gingen 2014 hingegen weiter zurück und zwar um 6,3 Prozent. Sie lagen bei einer Milliarde Euro. Dies lag vor allem am weiteren Wegfall der Studiengebühren.

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