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HNA-Kommentar : Das Schulden-Imperium

Der Großaktionär der Deutschen Bank, HNA, ist überschuldet. Er könnte die Deutsche Bank noch tiefer in die Misere ziehen.

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          Zieht der Großaktionär aus China die Deutsche Bank noch tiefer in die Misere? HNA, der undurchsichtige und schuldenbeladene Mischkonzern von der Tropeninsel Hainan, hat Berichten zufolge eingeräumt, möglicherweise bald seine Kredite nicht mehr bedienen zu können.

          Fast 2 Milliarden Euro fehlen dem einst kauffreudigen Konzern allein im ersten Quartal. Insgesamt soll die Verschuldung der Gruppe sagenhafte 127 Milliarden Euro betragen – viel mehr, als die Chinesen offiziell angegeben hatten. Prompt fällt der Aktienkurs der Deutschen Bank noch weiter und beschert den krisengeplagten Frankfurtern eine weitere Baustelle.

          Auch wenn es Beobachter für nicht sehr wahrscheinlich halten, dass HNA seinen Anteil an der Deutschen Bank bald abstoßen will und kann – ausgeschlossen ist ein Verkauf angesichts der Bedrängnis des chinesischen Konzerns nicht mehr.

          Dieser ist in nur wenigen Monaten vom Symbol des chinesischen Welteroberungsdrangs zum Sinnbild einer Volkswirtschaft geworden, die Imperien auf Schulden errichtet hat. Europäische und deutsche Bankenaufsicht sollten HNA bald und gründlich unter die Lupe nehmen, bevor Deutschlands größtes Geldhaus sein chinesisches Wunder erleben könnte.

          DT. BANK

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          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

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