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Klimadebatte : Macht uns die Hitze hysterisch?

Flimmerhitze allerorten: Deutschland hat die heißeste Woche seit Beginn der Wetteraufzeichnung hinter sich. Bild: dpa

Der Ton in der Klimadebatte wird immer aggressiver. Zeit für ein bisschen Abkühlung: Acht Streitpunkte, kurz erklärt.

          6 Min.

          Ist die Hitze noch Wetter oder schon Klima?

          Anna Steiner

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Da ist es einmal mitten im Sommer richtig schön heiß, und schon geht das Geheule über den Klimawandel los: So oder so ähnlich machten sich einige Nutzer in sozialen Medien in dieser Woche unter dem Stichwort „Klimahysterie“ Luft. Aber ist es wirklich nur der Sommer oder doch schon der Klimawandel, der uns den Schweiß auf die Stirn treibt?

          Vereinfacht ausgedrückt, ist das Wetter die kleinere Einheit. Hier kam es schon immer zu Extremen, mal war ein Sommer sehr heiß, mal sehr verregnet. Häufen sich jedoch extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder extreme Hitze, kann man von einem Klimaphänomen sprechen. Der Schritt zum Klimawandel, den die seriöse Wissenschaft rund um die Welt inzwischen als Fakt anerkannt hat, ist dann nicht mehr groß. Oft greifen die Analysen jedoch zu kurz: In den Siebzigern etwa fürchteten viele Klimaforscher nach drei verregneten Sommern den Beginn einer neuen Eiszeit. Davon kann heute keine Rede mehr sein. Doch auch zwei extrem heiße Sommer nacheinander machen noch keinen Klimawandel.

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