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Geldscheine als Altpapier: Das Foto stammt vom 15. November 1923.

Inflation : Zeugnis einer Katastrophe

Die Inflation von 1923 schuf Not und Elend und unterminierte das Vertrauen vieler Menschen in die Weimarer Republik. Auf FAZ.NET machen wir nun 100 Jahre alte Artikel aus der alten Frankfurter Zeitung zugänglich. Sie zeigen und analysieren, was damals geschah.
Tanz in den Behrens Festsälen in Berlin.

Frankfurter Zeitung 26.11.1922 : Gegen die Tanzwut

Die Regierung will gegen den Alkoholmissbrauch vorgehen. Die in wirtschaftlicher Not befindlichen Gastwirte wehren sich gegen den Vorwurf der Leichtfertigkeit und klagen geheime Kneipen an. Aus der Frankfurter Zeitung vom 26. November 1922.

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  • Der Friseur nahm keine Geldscheine mehr an, nur noch Lebensmittel: ein Mal Rasieren kostete zwei Eier, ein Haarschnitt drei Eier. (Foto von 1923)

    Frankfurter Zeitung 2.11.1922 : Das Leiden der Freien Berufe

    Die Geldentwertung veranlasst Schuldner, ihre Rechnungen erst mit großer Verzögerung und mit schlechterem Geld zu zahlen. Darunter leiden Staat und Wirtschaft. Aus der Frankfurter Zeitung vom 2. November 1922.
  • Auf dem Weckmarkt in Frankfurt im Jahr 1926.

    Frankfurter Zeitung 29.10.1922 : Helft!

    Angst vor einem harten Winter: Ein Anzeigen-Aufruf des Vereins Frankfurter Winternot. Aus der Frankfurter Zeitung vom 29. Oktober 1922.
  • Bauern mit Sicheln und Dreschflegeln während der Heuernte in den Zwanzigerjahren.

    Frankfurter Zeitung 25.10.1922 : Getreide als Anleihewährung

    Die Roggenanweisungen der Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg: Wer einen Betrag im Wert von 125 Kilo Roggen anlegt, erhält nach vier Jahren einen Betrag im Wert von 150 Kilo Roggen zurückgezahlt. Aus der Frankfurter Zeitung vom 25. Oktober 1922.
  • Vor einem Lebensmittelgeschäft in Berlin stehen Kunden Schlange und zählen erst einige Zeit Bündel mit Geldscheinen, die durch die Inflation ständig an Wert verlieren, aufgenommen 1925.

    Frankfurter Zeitung 22.10.1922 : Eine machtvolle Hausse an der Börse

    Staatliche Beschränkungen des Devisenhandels verhindern eine weitere Abwertung der Mark nicht. Die Geldentwertung fördert aber eine Hausse an der Börse, der billige Ausverkauf deutschen Besitzes wird erschwert. Aus der Frankfurter Zeitung vom 22. Oktober 1922.
  • Notgeld aus Braunschweig mit Eulenspiegel-Motiv aus dem Jahr 1921

    Frankfurter Zeitung 18.10.1922 : Notgeld und Geldnot

    Ohne die Ausgabe von Notgeld drohen Unruhen. Das scheinen viele Behörden im Deutschen Reich nicht zu verstehen. Aus der Frankfurter Zeitung vom 18. Oktober 1922.
  • Ja, auch einen 50.000-Mark-Schein gab es dereinst.

    Frankfurter Zeitung 10.10.1922 : Der Kurssturz der Mark

    „Wir müssen handeln, sofort handeln, und selbst mit verzweifelten Mitteln, wenn es noch irgend solche gibt“: Die Regierung und die Reichsbank dürfen nicht auf Zugeständnisse der Alliierten bei den Reparationen warten. Aus der Frankfurter Zeitung vom 10. Oktober 1922.
  • Der Kohlebergbau war in den Zwanzigerjahren noch ein bedeutender Industriezweig auch in Deutschland.

    Frankfurter Zeitung 4.10.1922 : Preise und Löhne

    „Deutschland ist arm geworden, und Einschränkung ist Gebot“ – eine Lohnerhöhung um 24,7 Prozent in der Kohlewirtschaft. Aus der Frankfurter Zeitung vom 4. Oktober 1922.