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Hintergrund : Stichwort: Öffentlicher Dienst

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          Mit etwa 4,8 Millionen Beschäftigten - einschließlich Soldaten - ist der öffentliche Dienst der wichtigste Arbeitgeber in Deutschland. Die größte Gruppe sind rund 2,48 Millionen Angestellten und Arbeiter im „unmittelbaren“ öffentlichen Dienst von Bund, Ländern und Gemeinden.

          Die Bezüge der 1,66 Millionen Beamten und Richter werden per Gesetz geregelt. Zum „mittelbaren“ öffentlichen Dienst mit 490 000 Beschäftigten zählen unter anderem die Sozialversicherung und die Arbeitsämter. Bei den anstehenden Tarifverhandlungen geht es also um die Einkommen von 2,319 Millionen Angestellten und 651 000 Arbeitern. Die Masse der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zählt nicht zu den „Großverdienern“.

          Etwa 46 Prozent sind in den unteren und mittleren Einkommensgruppen beschäftigt. Die 2,9 Millionen Vollzeitkräfte im früheren Bundesgebiet verdienten Mitte vergangenen Jahres durchschnittlich 2 690 Euro brutto, die Bezüge im Osten lagen bei 2 420 Euro. Das Spektrum der Berufe reicht vom Kanalarbeiter und Müllmann über die Krankenschwester bis zum Ministeriumsmitarbeiter. Weil der öffentliche Dienst nicht Konkurs gehen kann, gelten die Jobs als sicher. Beamte können grundsätzlich überhaupt nicht gekündigt werden, die anderen Mitarbeiter genießen ab dem 40. Lebensjahr einen weit reichenden Kündigungsschutz.

          Weil frei werdende Stellen nicht mehr besetzt und Staatsbetriebe wie Bahn und Post privatisiert wurden, ist der öffentliche Dienst im letzten Jahrzehnt um fast zwei Millionen Stellen geschrumpft.

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