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Herbstgutachten : Konjunkturforscher: Rezession lässt sich vermeiden

Die Wirtschaftsforschungsinstitute machen Hoffnung: Im neuen Herbstgutachten ist zwar von einer harten Abkühlung der Konjunktur die Rede, doch eine Rezession könne noch vermieden werden.

          Die deutsche Wirtschaft steht vor einer harten konjunkturellen Bremsung, doch kann sie eine Rezession knapp vermeiden, wenn die Politik es schafft, die Schuldenkrise einzudämmen. Das ist der Tenor des Herbstgutachtens der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für die Bundesregierung.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ aus informierten Kreisen rechnen die Institute in ihrer Prognose mit einem mageren Wachstum von 0,8 Prozent im kommenden Jahr.

          Im laufenden Jahr werde die Wirtschaft noch um insgesamt 2,9 Prozent wachsen, weil der Start sehr gut war. Inzwischen belasten jedoch die weltwirtschaftliche Abkühlung sowie die Unsicherheit wegen der Schuldenkrise. Der Arbeitsmarkt werde von der konjunkturellen Flaute aber kaum berührt, sofern die Krise nicht eskaliere.

          Die Institute üben scharfe Kritik an der zögerlichen und widersprüchlichen Politik der europäischen Regierungen in der Euro-Schuldenkrise. Diese hätten immer noch kein Rezept, um der Krise Herr zu werden. Eine entscheidende Frage sei auch die Rekapitalisierung von Banken. Die Politik habe viel zu lange kein Rezept dafür entwickelt. Europäische Banken würden bei einem Ausfall von Staatsanleihen, etwa von Griechenland, hohe Abschreibungen auf ihre Wertpapierbestände vornehmen müssen. Scharfe Kritik übt eine Mehrheit der Institute auch an den Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank. Diese seien ein Fehler gewesen und würden die Unabhängigkeit der EZB in Zweifel stellen.

          Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose von vier Konsortien von Wirtschaftsforschungsinstituten wird am Donnerstag in Berlin offiziell vorgelegt.


           

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