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Konsumgüter : Henkel vereint Schwarzkopf und Persil

Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel Bild: Stefan Finger

Der Konsumgüterkonzern legt zwei Geschäftsbereiche zusammen und streicht Marken und Stellen. Der Aktienkurs rauscht jedoch ab.

          3 Min.

          Der Konsumgüterkonzern Henkel legt seine Kosmetik- und Waschmittelsparte zusammen und bündelt darin seine Konsumentengeschäfte mit den bekannten Marken wie Persil, Pril oder Schwarzkopf. Das teilte der Dax-Konzern am Freitag mit. „In diesem Zusammenhang werden wir weitere Teile des Portfolios, die nicht zu den künftigen strategischen Kerngeschäften zählen, veräußern oder einstellen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Carsten Knobel in einer Telefonkonferenz vor Journalisten. Schon bis zum Ende des abgelaufenen Jahres hatte Henkel vor allem im schwächelnden Kosmetikgeschäft viele Marken auf den Prüfstand gestellt und sich durch verkaufte oder beendete Geschäfte von einem Umsatzvolumen von gut einer halben Milliarde Euro getrennt.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Der nun angekündigte Konzernumbau geht noch deutlich weiter. Entstehen sollen zwei gleich große Geschäftsbereiche mit einem Umsatz von jeweils gut 10 Milliarden Euro: auf der einen Seite die Klebstoffe und auf der anderen die Konsumentengeschäfte aus dem Waschmittel- und Kosmetikbereich. Einer Aufspaltung in zwei unterschiedliche Henkel-Unternehmen erteilte Knobel am Freitag aber eine Absage. „Wir sind von der Attraktivität insgesamt überzeugt“, sagte der seit Januar 2020 amtierende Vorstandsvorsitzende. Die verschiedenen Bereiche sorgten dafür, dass Henkel von unterschiedlichen Konjunktur- und Nachfragezyklen profitiere, zudem gebe die Größe eine bessere Möglichkeit, große Zukäufe zu finanzieren. Erst kürzlich hatte der Konkurrent Unilever einen Stellenabbau und eine neue Struktur angekündigt, der niederländisch-britische Konzern setzt dabei allerdings zukünftig auf fünf statt drei Sparten.

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