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Henkels Plan für den Herbst : Zurück ins Homeoffice zum Gas-Sparen

  • Aktualisiert am

Henkel-Fabrik in Düsseldorf Bild: AFP

Der Waschpulverhersteller Henkel erwägt, im Herbst wieder mehr Homeoffice einzuführen. Nicht wegen Corona, sondern um Gas zu sparen.

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          Die Beschäftigten des Konsumgüterkonzerns Henkel könnten im Herbst wieder ins heimische Büro wechseln. Henkel-Chef Carsten Knobel sagte der „Rheinischen Post“, der Düsseldorfer Konzern könne damit einen Beitrag zum Einsparen des nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine und den folgenden wirtschaftlichen Sanktionen knapp gewordenen Energieträgers Gas leisten. „Es ist möglich, dass wir wieder befristet mehr Homeoffice einführen, so wie in der Pandemie“, sagte Knobel dem Blatt: „Aber dieses Mal, um im nationalen Interesse Energie zu sparen.“

          Henkel könne dann die Temperaturen in den Büros stark herunterfahren, während die Beschäftigten zu Hause normal heizen könnten. Eine dauerhafte Lösung dürfe dies aber nicht sein. Es sei insgesamt wichtig, „dass wir bis zum Winter so viel Gas wie möglich einsparen, damit die Speicher dann ausreichend gefüllt sind“, unterstrich Knobel. Henkel wolle zudem ein Kraftwerk auf dem Werksgelände nicht wie eigentlich geplant voll auf Gas umstellen.

          Der Hersteller von Pritt und Persil befindet sich aktuell im Umbau. Knobel will das kriselnden Kosmetik- mit dem Waschmittelgeschäft zusammenlegen. Er erhofft sich davon Wachstum, will aber auch die Kosten drücken. Henkel will Einsparungen von rund 500 Millionen Euro erreichen, rund 2000 Stellen sollen bis Ende 2023 weltweit wegfallen. „Auf Deutschland werden rund 300 Stellen entfallen, also rund 15 Prozent“, sagte Knobel der „Rheinischen Post“ weiter: „Das entspricht in etwa dem Anteil der deutschen Belegschaft an der weltweiten Mitarbeiterzahl der beiden Sparten, die wir zusammenlegen.“

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