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Hauptversammlung : Boni-Pläne der Commerzbank auf der Kippe

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Commerzbank-Chef Martin Blessing bekam für 2014 erstmals seit der Finanzkrise wieder einen Bonus. Bild: dpa

Die Commerzbank will die Bonus-Obergrenzen für Top-Manager deutlich anheben. Ob die Pläne auf der Hauptversammlung heute durchgehen, ist offen. Der Bund als Großaktionär will offenbar nicht zustimmen.

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          Der Commerzbank droht bei der heutigen Hauptversammlung einem Bericht zufolge eine Schlappe bei der Abstimmung über ihre Boni-Pläne. Zumindest werde der Großaktionär Bund mit einem Anteil von derzeit noch 17 Prozent den Vorschlag, hochrangigen Mitarbeitern deutlich höhere Boni zahlen zu können, ablehnen, berichtete das „ Handelsblatt“ unter Berufung auf Regierungskreise. Ob die Boni-Pläne dennoch durchgehen, ist noch offen.

          Da Hauptversammlungen oft schlecht besucht sind, kommt der Entscheidung des 17-Prozent-Anteileigners auf jeden Fall eine sehr hohe Bedeutung zu. Im Extremfall könnte die Zustimmung am Widerstand des Bundes scheitern, hieß es weiter. Sollte es so kommen, dürfte die Bank ihren hochrangigsten Mitarbeitern wie von der Europäischen Union vorgesehen weiter nur einen Bonus in Höhe des Festgehalts zahlen.

          Die Commerzbank will sich von ihren Aktionären den Spielraum genehmigen lassen, einen Bonus von bis zum Doppelten des Festgehalts zahlen zu können. Derzeit darf die variable Vergütung - etwa für Investmentbanker - maximal so hoch ausfallen wie das Fixgehalt. Mit der Neuregelung würde die Commerzbank wie andere Institute auch eine EU-Regelung voll ausschöpfen.

          Von der Regelung wären derzeit 210 Manager betroffen. Insgesamt beschäftigt die Commerzbank rund 52.000 Mitarbeiter.

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