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Harvard-Ökonom Fryer : „Am Ende leiden vor allem Schwarze“

Polizisten beim Einsatz in Columbia am 30. Mai 2020. Bild: Reuters

Harvard-Ökonom Roland Fryer spricht über das Risiko für Schwarze, von der Polizei erschossen zu werden, die tragischen Folgen interner Ermittlungen und seine eigenen schlechten Erfahrungen mit Polizisten.

          5 Min.

          Professor Fryer, sind Schwarze in Amerika einem höheren Risiko ausgesetzt, von der Polizei erschossen zu werden?

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Die Daten, auf die sich alle beziehen, zeigen das nicht. Sie zeigen nur eine höhere Häufigkeit. Die Daten berücksichtigen die Umstände der Interaktionen zwischen Polizisten und Zivilpersonen nicht.

          Was haben Sie herausgefunden?

          Ich wollte die Frage beantworten, ob Schwarze in identischen Situationen und bei gleicher Verhaltensweise von der Polizei mit mehr Feindseligkeit behandelt werden. Bei den nichttödlichen Formen der Gewaltanwendung durch die Polizei zeigen wir große Unterschiede. Schwarze werden häufiger gegen das Auto gedrückt, mit gezogener Waffe bedroht, geschlagen oder anderweitig schlecht behandelt. Allerdings, wenn es um den Einsatz tödlicher Gewalt geht, habe ich keine Unterschiede in der Behandlung der Rassen feststellen können.

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