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Hanks Welt : Der Neoliberalismus, Volksfeind Nummer Eins

Böser Kapitalismus: Demonstrantin Ende Januar in New York Bild: Mark Peterson/Redux/laif

Der Neoliberalismus wird immer an erster Stelle genannt, wenn für irgendeine Ungerechtigkeit ein Bösewicht gesucht wird. Allerdings kritisieren seine Gegner oft nur ihre selbst geschaffenen Zerrbilder.

          4 Min.

          Es ist kalt geworden in unserer Welt; die Menschen sind unglücklich und einsam. Nein, ich spreche nicht von den Erfahrungen des zweiten Lockdowns. Sondern von wissenschaftlichen Ergebnissen einer aktuellen Untersuchung von Sozialpsychologen der Universität Osnabrück, die herausfinden wollten, was der Neoliberalismus den Menschen antut. Und nach Lektüre ihres Papers muss man sagen: ziemlich viel Schreckliches.

          Rainer Hank

          Freier Autor in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Neoliberalismus. Seit ich Wirtschaftsjournalist bin, und das bin ich schon ziemlich lange, ist der Neoliberalismus der Gottseibeiuns, wird auf der Liste der üblichen Verdächtigen immer an erster Stelle genannt, wenn für irgendein Unglück oder eine Ungerechtigkeit ein Bösewicht gesucht wird. Im Mittelalter war das eben Gottseibeiuns, ein Synonym für den Teufel, dessen Namen auszusprechen verboten war, es sei denn, man wollte sich gleich der Hölle ausliefern. Heute würden junge Satirikerinnen wie Ella Carina Werner („Der Untergang des Abendkleides“) die Neoliberalen am liebsten „verbal massakrieren“. Klingt auf jeden Fall schlimmer als Skalpieren im Indianerspiel meiner Kindheit.

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