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Handelsstreit mit China : Eine halbgare Solar-Lösung

  • -Aktualisiert am

Alles wieder gut zwischen Europa und China? Nein, die Lösung des Solarstreits zwischen Brüssel und Peking hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun. Wenigstens ist die Monate lange Unsicherheit beendet.

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          Alles wieder gut zwischen Europa und China? Aber ja, findet EU-Handelskommissar Karel de Gucht. Die Einigung im Solarstreit ist für ihn eine „freundschaftliche Lösung“. Aber klar, sekundieren die Chinesen. Sie loben die „pragmatische und flexible Haltung beider Seiten“.

          Vor Wochen klang das noch ganz anders. Da war von einem drohenden Handelskrieg die Rede. Die Politik jubelt also, die Unternehmen weniger. Der Interessenverband EU Pro Sun, der unter Führung der Bonner Solarworld AG das Verfahren in die Wege geleitet hatte, spricht von einem Freibrief für weiteres Solarpreis-Dumping seitens der Chinesen. Der Interessenverband Afase, der vor allem Projektierer vertritt, die auf billige Module angewiesen sind, findet, ein „schlechter Deal zwischen der EU und China“ nütze niemandem.

          Was also ist von diesem Kompromiss zu halten? Tatsache ist, dass er eine Monate lange Unsicherheit beendet, unter der die gesamte Solarindustrie gelitten hat. Tatsache ist aber auch, dass die jetzt festgelegten Festpreise mit Marktwirtschaft nicht zu tun haben, wie Kritiker bemängeln. Aber so ist das mit Kompromissen und halbgaren Lösungen: Die Profiteure leiden, und die Leidenden profitieren.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

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