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Handelsstreit : Amerika sucht Verbündete gegen China

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Und nun? Schanghai ist mittlerweile eine moderne Stadt von Weltrang. Bild: AFP

Der Handelsstreit zwischen Washington und Peking eskaliert. Nun heißt es, Amerika suche Gleichgesinnte, um gemeinsam gegen China vorzugehen. Dabei gibt es allerdings ein Problem.

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          Im gerade eskalierenden Handelsstreit mit China wollen die Vereinigten Staaten offenbar nicht alleine vorgehen. Nach Angaben des amerikanischen Finanzministeriums werde die Regierung des Präsidenten Donald Trump auf dem Treffen von Entscheidern der zwanzig größten Industrie- und Schwellenländer (G20) in Buenos Aires Verbündete suchen. Mit diesen wolle Washington gegen die Handelspolitik Pekings vorgehen, gegen staatliche Subventionen und andere Praktiken der zweitgrößten Ökonomie der Welt.

          Dabei ist die Situation insgesamt heikel, die Frage ist, welche Verbündeten das sein könnten, denn: Washington legt sich derzeit nicht nur mit China an, sondern außerdem mit Europa. Donald Trump drohte sogar ganz konkret mit Zöllen auf die Autos der beiden deutschen Hersteller Daimler und BMW. Die EU stellt nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ihre Mitglieder mittlerweile auf einen Handelskrieg ein. Zuvor hatte Trump neue Zölle auf Stahl und Aluminium auf den Weg gebracht und dies mit Sorgen um die „nationale Sicherheit“ der Vereinigten Staaten begründet.

          Ein Sprecher des amerikanischen Finanzministeriums sagte nun, die Aufschläge auf Stahl und Aluminium sprächen nicht gegen die Bemühungen, eine Strategie gegenüber China zu finden. Peking wiederum hat bereits ziemlich klar signalisiert, dass es sich nicht dem Druck aus Amerika beugen, sondern seinerseits mit entsprechenden Gegenmaßnahmen reagieren werde. Das Treffen der Finanzminister und Notenbankpräsidenten der G20 in Buenos Aires ist für Montag und Dienstag der kommenden Woche angesetzt.

          Unterdessen regt sich weiterer Widerstand gegen neue Zölle auch in Amerika selbst. Der Chef der einflussreichen amerikanischen Handelskammer warnte den Präsidenten davor, einen Handelskrieg auszulösen. Zuvor hatten bereits Abgeordnete der Republikaner einen Brief mit einem ähnlichen Inhalt an ihren Präsidenten geschrieben.

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