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Potential für schwere Straftat : Handelsminister Ross verkauft Aktien – jetzt erst

  • Aktualisiert am

Wilbur Ross Bild: AP

Eigentlich hatte sich der amerikanische Handelsminister verpflichtet, Anteile an seinem Unternehmen kurz nach Amtsantritt zu verkaufen. Jetzt hat er Ärger mit den Behörden bekommen.

          Nach Kritik einer Aufsichtsbehörde hat der amerikanische Handelsminister Wilbur Ross angekündigt, alle verbliebenen Aktien seines Unternehmens zu verkaufen. Der Vertraute von Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, er habe sich von den Anteilen nicht wie in einer Vereinbarung festgehalten getrennt. Er habe nun angewiesen, dass alle Anteile verkauft und die Erlöse in amerikanische Staatsanleihen angelegt würden.

          Die Aufsichtsbehörde Office of Government Ethics (OGE) hatte Ross mitgeteilt, dass eine Untersuchung zwar keine Verletzung der Regeln gegen Interessenkonflikte ergeben hätten. Allerdings hätten die Versäumnisse des Ministers das Potenzial für eine schwere Straftat. Zudem sei das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben worden.

          Ross hatte sich im Januar 2017 verpflichtet, seine Anteile im Wert von mindestens 20 Millionen Dollar an der Investmentgesellschaft Invesco zu verkaufen und sich aus den Firmengremien zurückzuziehen. Ein Ermittler stellte laut OGE aber unter anderem fest, dass Ross Firmenanteile nach dem Datum verkaufte, das eigentlich dafür vorgesehen war.

          Ross verteidigte sich in einem Statement. „Meine Investition war komplex und beinhaltete hunderte von Dingen“, sagte er. Er habe seine Fehler selbst angezeigt und mit der Ethikbehörde zusammengearbeitet, um Konflikte zu vermeiden.

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