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Freihandelsabkommen RCEP : Asien handelt, Deutschland prüft noch

Mitarbeiter in einem VW-Werk in China Bild: Reuters

Welche Chancen bietet der neue Handelspakt für deutsche Autos und Maschinen? Klar ist: Wer profitieren will, muss investieren.

          3 Min.

          Die ersten Gewinner des weltgrößten Handelsabkommens stehen schon fest: die Börsianer. Die Werte der Aktien japanischer Automobilhersteller oder koreanischer Zulieferer legten zu Wochenbeginn sprunghaft um bis zu 7 Prozent zu. Die wegfallenden Zölle könnten ihnen die Tür in riesige Märkte öffnen. Doch auch Investoren aus Europa oder Deutschland können vom Freihandelspakt RCEP profitieren, wenn sie in Asien fertigen. Am Sonntag hatten 15 Länder Ostasiens und des Pazifiks die Regionale Umfassende Wirtschaftspartnerschaft unterzeichnet. RCEP umfasst 30 Prozent der Weltwirtschaftsleistung, 2,2 Milliarden Menschen und 28 Prozent des Welthandels.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Martin Gropp
          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Manche Konzernzentralen in Deutschland scheinen von dem Abkommen, das acht Jahre verhandelt wurde, noch überrascht: Die großen Automobilhersteller BMW und Daimler lassen zumindest ausrichten, sie müssten nun zunächst „lesen, prüfen und bewerten“. Ihre Lobbygruppe, der Verband der Automobilindustrie (VDA), zeigt sich indes schon ernüchtert: „Eine erste Analyse des Abkommens zeigt, dass vor allem Hersteller und Zulieferer aus Japan und Südkorea Zollvorteile beim Export nach China erhalten werden“, heißt es in einer Stellungnahme.

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