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Handel : Zu viele Warenhäuser

  • -Aktualisiert am

Die Warenhausallianz aus Karstadt und Kaufhof ist gut. Wenn sie kommt. Dass die Fusion aber nur mit viel Taktiererei, Drohgebärden und am Ende sogar politischem Druck passiert, ist überhaupt nicht gut.

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          Die Warenhausallianz aus Karstadt und Kaufhof ist gut. Wenn sie kommt. Denn sie ist die Konsequenz eines nicht aufzuhaltenden Strukturwandels. Buhlten vor fünfzehn Jahren noch vier große Warenhausunternehmen mit dem alten Kaufhof-Spruch „Alles unter einem Dach“ in mehr als 400 Filialen um die Gunst der Kunden, so sind es heute nur noch zwei mit knapp der Hälfte der Häuser.

          Und auch das ist noch viel zu viel. Umsätze und Marktanteile der beiden verbliebenen "K" sind weiter geschrumpft. Während sich Kaufhof noch über der Nulllinie halten konnte, ist Karstadt seit Jahren tiefrot. In der ohnehin von Überkapazitäten und knallhartem Wettbewerb geprägten deutschen Einzelhandelslandschaft haben andere Konzepte ihre Chancen genutzt.

          Nicht von ungefähr ist daher das Thema Deutsche Warenhaus AG ein Evergreen. Es ist zwar längst nicht ausgemacht, dass die mit vielen Filialschließungen einhergehende Fusion den Niedergang des Geschäftsmodells Warenhaus stoppt. Aber es ist ein Anstoß für die überfällige Konsolidierung. Dass dies aber nur mit viel Taktiererei, Drohgebärden und am Ende sogar politischem Druck passiert, ist überhaupt nicht gut.

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