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Handel : Schlecker ist am Ende

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Insolvente Drogeriekette: Jetzt ist es für die Mitarbeiter endgültig vorbei Bild: dapd

Jetzt ist das Aus für die insolvente Drogeriekette Schlecker beschlossen. Eine Einigung mit einem Investor gab es nicht. Nun wird Schlecker zerschlagen. Aber nicht alle Läden des Schlecker-Imperiums sollen verschwinden.

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          Es ist vorbei: Die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker wird abgewickelt. Das haben die Gläubiger am Freitag in Berlin beschlossen, teilte die Insolvenzverwaltung von Arndt Geiwitz mit. Der Gläubigerausschuss sah „keine Perspektive für die wirtschaftlich vertretbare Fortführung von Schlecker oder die Veräußerung des Gesamtkonzerns an einen Investor“. Die Töchter „Ihr Platz“ und „Schlecker XL“ mit insgesamt mehr als 5000 Mitarbeitern sollen weiter bestehen bleiben. Die Auslandstöchter werden verkauft.

          Vor genau einer Woche hatten die drei größten Gläubiger den verbliebenen Investoren eine letzte Frist gegeben, ihre Angebote nachzubessern - wohl vergeblich. Die beiden Interessenten - Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen und der amerikanische Investor Cerberus Capital Management - sollten bei Kaufpreis und Konzept noch nachlegen. Mit ihnen war Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz bis zuletzt noch in „harten Verhandlungen“ gewesen. Am Ende sagte er: „Die Angebote waren nicht akzeptabel, weil sie deutlich unter einer Zerschlagung lagen.“

          Dichtgemacht: Die Filialen müssen schließen. Bilderstrecke

          Zudem habe es so viele Kündigungsschutzklagen gegeben, dass die Verhandlung mit den Investoren enorm erschwert worden sei, teilte Schlecker mit. „Das potenzielle Risiko in einer solchen Größenordnung findet bei Investoren Beachtung.“

          Nun erhalten 13.200 Mitarbeiter die Kündigung - voraussichtlich bis Ende Juni. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte ihnen Hilfe bei der
          Arbeitssuche zu, blieb dabei jedoch recht vage. „Wir werden über die Bundesagentur für Arbeit und natürlich vor allem über die regionalen Arbeitsämter sicherlich alles daran setzen, dass die Beschäftigen die Chance bekommen, schnell wieder eine Arbeit bekommen“, sagte sie am Freitag in Berlin: „Ich glaube, es geht jetzt vor allem um die Menschen, insbesondere Frauen, die darauf hoffen, wieder eine Arbeit zu bekommen.“ Dabei sei im Augenblick sicherlich vieles möglich, sagte sie mit Blick auf die derzeit recht entspannte Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die Kanzlerin ließ keine Bereitschaft zu einem anderweitigen Engagement der Bundesregierung für die Schlecker-Beschäftigten erkennen: „Wir müssen die Entscheidung zur Kenntnis nehmen, die die Gläubiger gefällt haben.“

          Schlecker will nun zeitnah eine Ausverkaufsaktion in den verbliebenen Filialen starten, teilte das Unternehmen mit. Parallel soll dass das restliche Tafelsilber verkauft werden, zum Beispiel die Immobilien. Mit den Einnahmen könnten zunächst laufende Kosten gedeckt werden: Gehälter, Warenbestellungen aus der Zeit der Insolvenz und die Tätigkeit der Insolvenzverwaltung. Der Rest kommt dann aller Wahrscheinlichkeit nach in einen Topf, der unter den Gläubigern aufgeteilt wird.

          Schlecker hatte sich Anfang des Jahres für zahlungsunfähig erklärt. Schon länger galt das Konzept der Kette als überkommen, die Filialen als eng und ungeordnet. Nachdem die Drogeriekette Insolvenz angemeldet hatte, folgte ein langes Hin und Her um mögliche Bürgschaften der betroffenen Bundesländer, die aber letztlich nicht gewährt wurden. Bis zur Gläubigerversammlung an diesem Freitag war mit möglichen Investoren verhandelt worden.

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