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Handel mit Fremdwährungen : Umsatzrekord am Devisenmarkt

Die Umsätze im Währungshandel liegen rund ein Drittel über dem Wert vor drei Jahren Bild: REUTERS

Täglich werden weltweit Fremdwährungen im Wert von rund 5 Billionen Euro gehandelt. In den vergangenen Jahren hat sich der Devisenmarkt stark verändert. Der Anteil des Hochfrequenzhandels wächst.

          Der Handel mit Fremdwährungen hat nach Berechnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mit einem Volumen von 5,3 Billionen Dollar am Tag im Frühjahr 2013 einen neuen Rekord erlebt. Seitdem sind die Umsätze zwar etwas zurück gegangen; mit rund 5 Billionen Dollar am Tag lagen sie im Herbst 2013 aber immer noch sehr hoch.

          Gerald Braunberger

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Mit dem starken Umsatzzuwachs in den vergangenen Jahren hat sich auch der Devisenmarkt verändert: Die traditionell führenden Handelsbanken wie die Deutsche Bank spielen eine geringere Rolle, während der Anteil mittelgroßer und kleiner Finanzunternehmen spürbar zunimmt. Zu diesen Teilnehmern mit einem wachsenden Umsatzanteil zählen auch Betreiber eines computergestützten sehr schnellen Handels, die sogenannten Hochfrequenzhändler („high frequency trader“).

          Anleger nutzen Zinsunterschiede

          Die Finanzierung des grenzüberschreitenden Güterhandels spielt kaum noch eine Rolle für den Devisenhandel. Die Zunahme des Devisenhandels wird nach der Untersuchung vor allem vom Wunsch vieler Großanleger getrieben, ihre Geld internationaler anzulegen als in der Vergangenheit.

          So haben zahlreiche Anleger aus den Industrienationen in den vergangenen Jahren wegen der sehr niedrigen Zinsen in ihren Heimatländern Wertpapiere aus Schwellenländern erworben.

          Zudem hat es der technische Fortschritt einer wachsenden Zahl von Finanzunternehmen ermöglicht, zu niedrigen Gebühren über elektronische Plattformen am Devisenhandel teilzunehmen. Zu diesen Marktteilnehmern zählen Staats-, Pensions- und Hedgefonds, regionale Banken und Hochfrequenzhändler. Diese elektronischen Plattformen haben auch eine Beschleunigung des Handels gestattet. Der Anteil der Großbanken, die früher den Devisenhandel dominierten, ist auf weniger als 50 Prozent gefallen.

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