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Handel mit CO2-Punkten : Wenn Autohersteller ihre weiße Weste versilbern

  • -Aktualisiert am

Auf dem Weg zum Kunden: Transport von Neuwagen aus der Tesla-Fabrik in Kalifornien Bild: AP

Unternehmen wie Tesla verkaufen Klima-Kreditpunkte für ihre Elektroautos an schmutzigere Konkurrenten. Was wie Freikaufen wirkt, ist zu begrüßen.

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          Gut 5 Prozent seines Quartalsumsatzes, fast 400 Millionen Dollar, hat der Elektroautohersteller Tesla zuletzt erwirtschaftet, indem er Klima-Kreditpunkte für seine Elektroautos an andere Autokonzerne weiterverkauft. Wie Fiat-Chrysler hinken diese Unternehmen der Elektromobilität hinterher. Statt Strafzahlungen an Regierungen zu leisten, verschönern sie nun lieber die Bilanz des Konkurrenten. Auch der Renault-Konzern schickt sich mit seinem Elektroauto Zoe an, seine weiße Weste zu versilbern und Wettbewerbern zu helfen. Was wie Freikaufen wirkt, ist zu begrüßen. Schließlich muss die Autobranche als Ganzes zum Beispiel das europäische Emissionsziel für die Neuwagenflotte von 95 Gramm CO2 je Kilometer einhalten. Insofern ist es nicht verwerflich, wenn sauberere Unternehmen von schmutzigeren profitieren. Gleichzeitig mildert der Emissionzertifikatehandel die Übergangsphase für Zuspätkommer in Sachen E-Mobilität etwas ab. Schließlich setzt die Marktlösung Anreize, rasch sauberer zu werden. Denn die europäische Regulierung sieht abnehmende Kreditpunkte für Elektroautos vor, die Hilfe von Tesla und Co. ist also begrenzt. Wer die Grenzwerte noch nicht einhält, muss sich daher bemühen, es bald zu tun. Sonst wird es teuer.

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