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EU Chips Act : Der teure Weg zur Chip-Weltmacht

Apple konstruiert inzwischen eigene maßgeschneiderte Chips wie den M1. Bild: EPA

Mit dem Chips Act will die Europäische Kommission den Markt für Halbleiter aufmischen. Wie viel Geld will sie ausgeben? Wohin soll das fließen? Hier kommen Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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          Was soll der EU Chips Act bringen?

          Die Europäische Kommission will die EU mit dem Chips Act wieder zu einem Schwergewicht im Markt für Halbleiter machen. Diese Rolle haben die Europäer vor Jahrzehnten an die Asiaten verloren. Dort spielt allen voran Taiwan eine zentrale Rolle in der Produktion. Um das zu ändern, will die Kommission Milliarden in die Forschung und den Bau neuer Mega-Fabriken investieren, die Vorgaben für Staatshilfen ändern und neue Regeln erlassen, um auf Versorgungskrisen im Chipmarkt reagieren zu können.

          Was hat das mit den aktuellen Lieferengpässen für Chips zu tun?

          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Alles und nichts. Bei der Vorbereitung des EU Chips Act hat die Erfahrung, dass wegen fehlender Halbleiter ganze Industriezweige, allen voran die Autobranche, stillstehen, politisch eine wichtige Rolle gespielt. Schließlich hat das jedem vor Augen geführt, wie abhängig die EU von Asien ist. Auf der anderen Seite wird das Gesetz an den aktuellen Engpässen nichts ändern. Die ersten neuen Fabriken werden frühestens 2025 eher 2026 fertig sein – und selbst das setzt schnelle Anträge und Genehmigungen voraus. Bis dahin sollten die Lieferengpässe längst Geschichte sein.

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