https://www.faz.net/-gqe-9bcgm

Folge des Brexit : Häuserpreise in London fallen weiter

  • Aktualisiert am

Briten entspannen sich in der Nähe der Tower Bridge. Bild: AFP

In der britischen Hauptstadt gehen die Immobilienpreise zurück. Und die Wirtschaft spricht eine Warnung aus.

          1 Min.

          Die Häuserpreise in London fallen immer weiter: Im Juni gingen sie um 0,9 Prozent zurück, berichtet der Finanzdienst Bloomberg und bezieht sich auf eine Analyse des Unternehmens Rightmove. Im Durchschnitt betrug der Preis für verkaufte Immobilien demnach während dieser Zeit beinahe 632.000 Pfund, das sind umgerechnet etwas mehr als 720.000 Euro. Gegenüber dem Vorjahr verminderte sich dieser Wert um 1 Prozent – nach den Zahlen von Rightmove war der Juni in dieser Hinsicht der zehnte negative Monat in Folge.

          Interessant ist dies vor allem vor dem Hintergrund, dass die Immobilienpreise im Vereinigten Königreich insgesamt zulegen. Gegenüber dem Monat Mai legten sie im Schnitt um 0,4 Prozent zu, verglichen mit vor einem Jahr um 1,7 Prozent.

          Der Preisrückgang in London könne teilweise mit dem Ende der üblichen Verkaufssaison im Frühjahr begründet werden, heißt es. „Im die Jahresmitte zeigt sich als Bilanz bislang, dass die Chancen von Verkäufern, im Norden einen Käufer zu finden, gut sind gemessen am vergangenen Jahr, während sich für Verkäufer im Süden eher einige Herausforderungen stellen“, sagte Rightmove-Geschäftsführer Miles Shipside gegenüber Bloomberg.

          Auch eine zweite Analyse, erstellt von Acadata, zeigt, dass die Immobilienpreise in der britischen Hauptstadt sinken. Als Grund wird die Unsicherheit um den avisierten Austritt Britanniens aus der Europäischen Union genannt.

          Die britische Handelskammer teilte an diesem Montag mit, sie erwartet in diesem Jahr das schwächste Wirtschaftswachstum seit der Finanzkrise im Jahr 2009. Sie senkte ihre Vorhersage für das Wirtschaftswachstum von 1,4 auf 1,3 Prozent für dieses Jahr. „Die Wirtschaft steckt in einer Flaute“, erklärte die British Chambers of Commerce. „Unsicherheiten um den Brexit, Zinserhöhungen und internationale Entwicklungen wie ein möglicher Handelskrieg sowie  steigende Ölpreise hinterlassen alle ihre Wirkung.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Holocaust-Gedenken : Deutschlands Verantwortung

          Taugt die Erinnerungskultur überhaupt, um tatsächlich zu verhindern, was sie verhindern will? Die vergangenen Tage lassen hoffen, dass Leute, die das auf fatale Weise verneinen, nicht triumphieren werden.
          Der frühere EU-Ratspräsident Donald Tusk (r.) im vergangenen Juni mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán am Rande des EU-Gipfels in Brüssels

          Mitglied in der EVP : Fidesz bleibt suspendiert

          Der EVP-Parteichef hat sich entschieden. Für einen Ausschluss der ungarischen Regierungspartei Fidesz aus der Parteienfamilie gebe es keine klare Mehrheit, sagte Donald Tusk in einer Fraktionssitzung in Brüssel.
          Wer sich nicht mehr im Spiegel sehen kann – sollte trotzdem nicht verzweifeln.

          Suizide durch Arznei? : Die Pickel und die Angst

          Pickel lassen manche Menschen verzweifeln. Ein Aknemittel soll helfen – doch es wirkt selbst auf die Psyche. Ist es vielleicht für den Selbsttod junger Menschen verantwortlich? Ein schrecklicher Verdacht lebt auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.