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Ausfall des Mailsystems : Hackerangriff trifft EU-Aufsicht für Banken

Nach einer Cyberattacke geht auf dem Computer oft nicht mehr viel. Bild: dpa

Die Attacke auf Microsoft-Software hat ihr erstes prominentes Opfer in Europa: Die EU-Bankenaufsicht Eba musste ihr Mailsystem vom Netz nehmen.

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          Die EU-Bankenaufsichtsbehörde Eba hat am Sonntag und Montag ihr Mailsystem vom Netz genommen, nachdem sie Opfer der Hackerattacke auf Microsoft-Software geworden war. Die in Paris ansässige EU-Behörde ist damit in Europa das erste prominente Opfer der Angriffswelle, die ihren Ursprung offenbar in China haben soll und Unternehmen, Behörden sowie andere Organisationen in der ganzen Welt getroffen hat. Am Montag betonte die Eba, dass die Infrastruktur für das Versenden und Erhalten von Emails gesichert worden sei. Auf Grundlage der bisherigen Analysen habe es keine Anhaltspunkte für den Verlust von Daten gegeben.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Eba geht nach eigenen Angaben auch davon aus, dass die Attacke nicht über das Email-System hinaus gegangen sei. Die EU-Behörde ist zuständig für die technischen Standards der Bankenregulierung und unterstützt die Aufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) in den Stresstests, mit denen die Widerstandsfähigkeit der Institute geprüft wird. Zwar dürften in den Systemen der Eba auch sensible Daten zu den Banken liegen, aber viele Informationen werden nach den Stresstests veröffentlicht.

          Dagegen dürfte die EZB in ihren Systemen heiklere Informationen zu den Banken haben, weil die Aufseher der Notenbank im Gegensatz zur Eba gegen einzelne Institute auch Maßnahmen ergreifen können. Die Cyberattacke auf Microsoft-Software soll in den Vereinigten Staaten mindestens 30.000 Stellen getroffen haben.

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