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F.A.S. exklusiv : Habeck: Im Wesentlichen tilge ich den Kredit für unser Haus

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Robert Habeck Bild: Jens Gyarmaty

Grünen-Chef Robert Habeck gilt als möglicher nächster Finanzminister. Nun verrät er, wie er sein Geld anlegt.

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          Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck sieht sich mit seinem Gehalt, das etwas unter den Diäten eines Bundestagsabgeordneten liegt, als Spitzenverdiener. „Ich weiß, dass das ein sehr, sehr gutes Gehalt ist und ich zu den Spitzenverdienern gehöre“, sagte er im Gespräch mit der F.A.S. Er wird im Gegensatz zur Ko-Vorsitzenden und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die hauptsächlich von ihren Diäten als Bundestagsabgeordnete lebt, von der Partei bezahlt.

          Zugleich verteidigte Habeck die Sonderzahlungen an die Parteimitarbeiter, die Baerbock verspätet dem Bundestag gemeldet hatte. „Wir zahlen regulär Weihnachtsgeld“, bekräftigte er. „Und alle bei der Partei Beschäftigten haben 2019 ein höheres Weihnachtsgeld als sonst bekommen, weil sich die erfolgreiche Europawahl positiv auf die finanzielle Situation der Partei ausgewirkt haben.“ Er wies aber den Vorwurf zurück, die Grünen brauchten Bonuszahlungen, um Wahlen zu gewinnen. Dazu brauche es vielmehr „Leidenschaft und klare Ideen – und ehrlich gesagt auch eine Portion Glück“.

          Seine privaten Ersparnisse steckt Habeck vor allem in die eigene Immobilie. „Im Wesentlichen tilge ich den Kredit für unser Haus“, sagte er. Eine Umschuldung wegen der gesunkenen Zinsen habe er zwar geprüft, dies sei aber in seinem Fall „nicht lohnend“. Der amtierende Finanzminister Olaf Scholz, der sich selbst nicht als reich bezeichnen will, legt sein Geld nach eigenem Bekunden zinslos auf einem Spar- und Girokonto an. Vorgänger Schäuble hatte ein ähnlich lautendes Bekenntnis abgelegt: Er deponiere seine bescheidenen Ersparnisse bei der Volksbank Offenburg.

          Aus seiner Studentenzeit hat Habeck noch einen Spartipp parat. „Alles aufessen. Was gekocht wird, wird gegessen“, rät der Grünen-Politiker. „Und wenn man satt ist, hebt man es sich für den nächsten Tag auf.“ Er komme schlechte Laune, wenn jemand seinen Pizzarand nicht aufesse. Daher sei er immer „der Mülleimer der Familie“ gewesen.

          Hingegen hatte die Ko-Vorsitzende Baerbock voriges Jahr bekannt, gelegentlich auch Lebensmittel wegzuwerfen. „Ich koche zum Beispiel viel auf Vorrat, weil ich unter der Woche so selten da bin. Und dann stehen die Nudeln doch mal wieder zu lange im Kühlschrank und landen im Müll“, hatte sie in einem Interview gesagt.

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