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Immer weniger Kunden : Modehändler H&M meldet starken Gewinneinbruch

  • Aktualisiert am

Rabattaktion bei H&M. Bild: AP

Der schwedische Modehändler hat Schwierigkeiten. Der Grund: Momentan sind andere besser – auch dort, wo eigentlich H&M stark ist.

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          Immer mehr Kunden lassen die Kollektionen des schwedischen Modehändlers Hennes & Mauritz (H&M) in den Regalen liegen und bescheren dem Unternehmen damit einen Einbruch beim Gewinn. Im ersten Quartal sank das Vorsteuerergebnis um mehr als 60 Prozent auf umgerechnet rund 124 Millionen Euro, wie der weltweit zweitgrößte Modehändler hinter der spanischen Zara-Mutter Inditex am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Vorfeld bereits mit einem Rückgang in dieser Größenordnung gerechnet. Auch im zweiten Geschäftsquartal soll nun an den Preisen der Rotstift angesetzt werden, weil die Lager voll sind. Die Schweden hatten schon davor gewarnt, dass Rabatte und Probleme mit dem Sortiment den Jahresauftakt belasten werden. H&M hatte bereits mitgeteilt, dass der Umsatz in den Monaten Dezember bis Februar um 1,7 Prozent auf umgerechnet rund 4,6 Milliarden Euro zurückgegangen sei.

          H&M steckt seit geraumer Zeit in Schwierigkeiten. Konkurrierende Onlinehändler wie Zalando und Asos ziehen Kundenschaft ab. Auch beim Preis ist H&M nicht mehr das Maß aller Dinge; Ketten wie Primark sind noch billiger. Gegen den großen Rivalen aus Spanien, Inditex, hat H&M ebenfalls das Nachsehen. Inditex ist es gelungen, die Verkäufe über das Internet stärker in das eigene Geschäft einzubinden. Zugleich punktet der spanische Branchenprimus mit schnell wachsenden Kollektionen und konnte damit in den ersten Wochen des neuen Jahres den Umsatz steigern.

          Anleger zeigten sich von den Zahlen der Schweden enttäuscht. H&M-Aktien gaben zum Handelsauftakt mehr als vier Prozent nach.

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