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Güterzüge : Nicht mehr per Hand kuppeln

Güterzüge werden in der Regel heute noch per Hand gekuppelt. Bild: dpa

Ein Viertel der Güter soll in Deutschland im Jahr 2030 auf der Schiene transportiert werden. Die digitale Kupplung soll diese Verkehrswende beschleunigen. Doch das Projekt braucht eine europäische Unterstützung.

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          Ein Viertel der Güter soll in Deutschland im Jahr 2030 auf der Schiene transportiert werden. Das hat die Politik sich und der Wirtschaft ins Klimaschutz-Aufgabenheft geschrieben, damit auch der Verkehrssektor seinen Anteil zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen erbringt. Doch dieses Ziel ist ambitioniert, dümpelt doch der Anteil der Güterzüge im Verkehrsmix seit vielen Jahren bei rund 18 Prozent. Trotz aller politischen Beschwörungen ist die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene nicht wirklich vorangekommen. Die Dringlichkeit aber wächst, denn die Frachtmengen werden in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich abermals um ein Viertel zunehmen. Fachleute sind sich einig: Nur wenn Qualität und Produktivität der Güterbahnen deutlich steigen, wird das Verlagerungsziel erreichbar.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Die Digitalisierung ist dafür ein entscheidender Hebel. Doch noch ist das Innovationstempo zu niedrig, schließlich werden Güterzüge in der Regel heute noch per Hand gekuppelt. „Wir müssen in einer gemeinsamen Kraftanstrengung dafür sorgen, dass spätestens 2030 Güterwagen in ganz Europa automatisch kuppeln“, sagt Malte Lawrenz, Vorsitzender des Verbandes der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI). Zusammen mit fünf führenden Verbänden des Schienengüterverkehrs – Allianz pro Schiene, NEE, VDB, VDV und UIP – legt der VPI jetzt eine Charta zur Digitalen Automatischen Kupplung vor. Lawrenz sagt: „Wer die stetig wachsenden Transportmengen klimafreundlich bewegen will, kommt an der Digitalen Automatischen Kupplung nicht vorbei.“ Sie sei die Voraussetzung für eine spürbare Produktivitätssteigerung.

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