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Möglicher Finanzminister : Wie halten’s die Grünen mit dem Geld, Herr Habeck?

Robert Habeck, 51, könnte nach der Wahl im September neuer Finanzminister werden. Bild: Jens Gyarmaty

Grünen-Chef Robert Habeck könnte im Herbst das Finanzministerium übernehmen. Im Interview spricht er über die Kosten des Klimaschutzes, höhere Staatsausgaben – und verrät, warum er bei der Pizza auch den Rand isst.

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          Herr Habeck, fragen wir doch mal den möglichen grünen Finanz­minister: Ist es wichtig, dass die ­Grünen dieses Ressort besetzen?

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Wichtig ist, dass wir die Wahl gewinnen, also stark werden und in der Regierung großen Einfluss haben. Punkt.

          Die Grünen gelten als die postmaterialistische Partei schlechthin. Es galt immer als ein bisschen unfein, über Finanzen zu reden – im Guten wie im Schlechten. Haben die Grünen überhaupt ein Verhältnis zum Geld?

          Es ist doch albern, Grüne als eine andere Sorte Menschen zu beschreiben. Parteimitglieder engagieren sich politisch für ihren Ort, für Klimaschutz oder einen Radweg und landen so halb aus Zufall, halb aus Überzeugung bei den Grünen. Sie kaufen auch bei Aldi ein und fliegen mal in den Urlaub – wie andere. Und was das Verhältnis zu Geld anbetrifft, ist es bei Grünen so unterschiedlich wie bei anderen Menschen auch: Die einen haben Sorgen, andere haben Stress mit der Steuererklärung, wieder andere sind sehr sparsam. Im Übrigen besetzen wir in drei Ländern das Finanzressort.

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