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Grüne Wirtschaftspolitik : Hier kommt die neue linke Volkspartei

  • -Aktualisiert am

Bulle und Bär in grün: Mit ihrer Wirtschaftspolitik wollen die Grünen künftig die SPD als linke Volkspartei ablösen. Bild: Wolfgang Eilmes

Home-Office für alle, Telekom-Anteile verkaufen und höhere Staatsinvestitionen: Die Grünen wollen mehr als nur die Partei für den Klimaschutz sein.

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          Auf der Tagesordnung für den Parteitag der Grünen spielt die Wirtschaftspolitik keine große Rolle. Als zehnter von elf Punkten soll sie am kommenden Wochenende in Bielefeld diskutiert werden – Sonntagmorgen, wenn ein großer Teil der Delegierten gewöhnlich noch ermattet im Bett liegt oder sich schon auf den Heimweg macht. Dabei ist das, was die Parteispitze in ihrem Leitantrag als grüne Wirtschaftspolitik skizziert, durchaus spannend, denn: Die Grünen wollen nicht mehr nur für Klimaschutz stehen – sie wollen die SPD als traditionelle linke Volkspartei für die Arbeitnehmer ablösen.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          „Anders Wirtschaften für nachhaltigen Wohlstand – auf dem Weg in die sozial-ökologische Marktwirtschaft“ ist das Papier überschrieben, an dem neben den Fraktionsvorsitzenden auch der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und die neue wirtschaftspolitische Sprecherin Katharina Dröge mitgearbeitet haben. „Wir brauchen nicht noch mehr Verfügbarkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern“, heißt es darin. Stattdessen sollen Mitarbeiter ihre Arbeitszeit zwischen 30 und 40 Wochenstunden frei wählen dürfen. Aus Vollzeit müsse ein „flexibler Arbeitszeitkorridor“ werden.

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