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Annalena Baerbock : Ist der Wahlkampf der Grünen noch zu retten?

Nur mit einer inhaltlichen Zuspitzung kann sich Annalena Baerbock noch behaupten, findet die Berliner Agentur „Super an der Spree“. Bild: Frank Röth

Der Wahlkampf läuft schlecht für die Grünen, das Ansehen der Spitzenkandidatin ist am Boden. Wir haben einen Kampagnen-Experten gefragt: Was kann die Partei jetzt noch tun, um sich zu fangen?

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          Rund zwei Monate haben die Grünen noch, um ihren Rückstand aufzuholen. Momentan liegt die Partei in den Umfragen weit hinter der Union, die sie noch im April bei manchem Institut überholt hatte. Nach einer Serie peinlicher Wahlkampf-Pannen, mancher Polemik und einer aktuellen Entschuldigung von Annalena Baerbock, weil sie das „N-Wort“ zitierte, können die Grünen inzwischen schon froh sein, wenn sie überhaupt den zweiten Platz gegen die schwächelnde SPD behaupten. Was können sie noch tun, um ihren Abstieg aufzuhalten?

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Die F.A.S. hat Karsten Göbel befragt, den Chef der Berliner Agentur „Super an der Spree“. Der Werbefachmann hatte schon im Wahlkampf vor vier Jahren seine Tipps an dieser Stelle abgegeben: Als am Anfang vieles auf einen Durchmarsch des SPD-Bewerbers Martin Schulz hindeutete, entwarf er in der F.A.S. eine Rettungskampagne für Angela Merkel; als wenige Monate später die Kanzlerin wieder Oberwasser hatte, überlegte er sich Motive und Parolen für den abgehängten Sozialdemokraten. Eigene Erfahrungen mit schwierigen Kampagnen hat er auch: Er vermarktete 2013 den SPD-Kandidaten Peer Steinbrück, der zwar damals als Verlierer galt, mit 25,7 Prozent aus heutiger Sicht aber ein Traumergebnis holte.

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