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Ground Zero : Deutsche Bank und Allianz nähern sich an

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Das beschädigte Hochhaus am Ground Zero Bild: EPA

Bei den Schlichtungsgesprächen im Disput um das Hochhaus der Deutschen Bank am New Yorker Ground Zero gibt es Annäherungen mit den Versicherern Allianz und Axa und eine Verlängerung der Frist zur Einigung bis 31. Januar.

          Bei den Schlichtungsgesprächen im Disput um das Hochhaus der Deutschen Bank am New Yorker Ground Zero gibt es offenbar Annäherungen, aber trotz einer am 31. Dezember abgelaufenen Frist noch keine endgültige Lösung.

          Der Schlichter im Millionenstreit zwischen der Deutschen Bank und den Versicherungen Allianz und Axa, der ehemalige amerikanische Senator George Mitchell, hat auf Wunsch aller Beteiligten daher weitere Verhandlungen anberaumt. „Ich habe die Frist bis 31. Januar 2004 verlängert. Ich bin mit dem bisherigen Fortschritt zufrieden“, teilte Mitchell dieser Zeitung auf Anfrage in einer knappen Stellungnahme mit.

          Beim Disput zwischen der Deutschen Bank und ihren Versicherungen geht es um die Höhe des Schadensersatzes für das Gebäude und die Frage, ob es abgerissen werden soll. Bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 waren Stahlträger des einstürzenden World Trade Center in den gegenüberliegenden Büroturm der Bank gestürzt und hatten ihn schwer beschädigt. Nach Ansicht der Deutschen Bank muß das Hochhaus wegen der Verseuchung durch den eingedrungenen asbesthaltigen Staub abgerissen werden. Die Versicherer glauben indes, daß das Gebäude gereinigt und wieder in Betrieb genommen werden kann. Insgesamt geht es für die beiden Versicherer um ihre Anteile an der maximalen Versicherungssumme, die sich auf 858 Millionen Dollar belaufen.

          Mit zwei weiteren Versicherungen hatte sich die Deutsche Bank bereits außergerichtlich auf einen Vergleich verständigt. Da das Gelände der Bank Teil der Wiederaufbaupläne für das World Trade Center ist, hatte der New Yorker Gouverneur George Pataki vor zwei Monaten Mitchell als Schlichter bestellt und eine Frist bis zum 31. Dezember gesetzt. Mitchell war zeitweise Mehrheitsführer im amerikanischen Senat und ist international durch die erfolgreiche Leitung der Friedensgespräche für Nordirland bekannt geworden.

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