https://www.faz.net/-gqe-6yfr2
 

Großelternzeit : Schippchen für Oma

  • -Aktualisiert am

Familienministerin Kristina Schröder will eine umfassende „Großelternzeit“ für die Kinderbetreuung schaffen. Können wir uns das leisten?

          1 Min.

          Bewirbt sich Familienministerin Kristina Schröder um den Titel der Ankündigungsministerin? Im Familienministerium wächst der Berg unerledigter Vorhaben, doch die Ministerin scheut sich nicht, noch ein Schippchen draufzulegen. Neu im Angebot: die Großelternzeit. Schon jetzt greife jede zweite Familie bei der Kinderbetreuung auf die Großeltern zurück, begründet die CDU-Politikerin ihren Vorstoß.

          Da fragt man sich doch: Wenn die generationenübergreifende Familienorganisation offenbar funktioniert - warum ist dann ein staatliches Programm notwendig, dessen enorme Mitnahmeeffekte mit Händen zu greifen sind? Will und kann es sich diese Gesellschaft leisten, nun auch noch Oma fürs Enkelhüten im Betrieb freizustellen oder gar zu bezahlen?

          Sicher, Zeitsouveränität ist für junge Eltern, die parallel zur Erziehung kleiner Kinder an Karriere und Vermögensaufbau basteln, ein hohes Gut. Doch Schröder sollte ihre Energie lieber darauf verwenden, das unsinnige Betreuungsgeld abzuwenden - und den Ländern beim Krippenausbau auf die Füße zu treten. Mit einem sicheren Betreuungsplatz könnten viele junge Paare deutlich mehr anfangen als mit einer gesetzlichen Auszeit für Oma und Opa.

          Weitere Themen

          Neue Energielabels für Haushaltsgeräte

          EU-Regelung : Neue Energielabels für Haushaltsgeräte

          Ab heute gelten für Kühlschränke, Waschmaschinen und Fernseher die neuen EU-Kennzeichen für die Energiestufen A bis G. Zudem müssen Hersteller Ersatzteile künftig bis zu zehn Jahren vorrätig halten und Reparaturinformationen mitliefern.

          Topmeldungen

          Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, mit einem Fläschchen Impstoff von Astra-Zeneca

          In Großbritannien : Eine vernünftige Öffnungsstrategie

          Der britische Premierminister hat einen Plan für die Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorgelegt. Das Vorgehen seiner Regierung zeigt: Wer schneller impft, kann früher öffnen.
          Anne Will diskutiert in ihrer Sendung am 28. Februar 2021 mit ihren Gästen über die Frage: „Die große Ratlosigkeit – gibt es einen Weg aus dem Dauer-Lockdown?“

          TV-Kritik: „Anne Will“ : Warten auf die ganz andere Idee

          Anne Will setzt auf den Schlauberger-Effekt, wenn sie ihre Gäste nach Wegen aus dem Lockdown fragt. Sie diskutieren innovative Apps und ethische Expertisen. Und versuchen Merkels Inzidenz-Maxime zu widerlegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.