https://www.faz.net/-gqe-96rgw

Groko-Verhandlungen : Zwei Milliarden Euro für sozialen Wohnungsbau

  • Aktualisiert am

Der erste Spatenstich ist gemacht. Bild: Michael Braunschädel

Mehr Wohnraum soll vor allem in großen Städten höhere Mieten verhindern – das wollen Union und SPD in einer neuen großen Koalition gemeinsam erreichen. Für Familien soll es zudem ein „Baukindergeld“ geben.

          Die Unterhändler von Union und SPD haben sich bei ihren Koalitionsverhandlungen auf ein milliardenschweres Paket zur Schaffung von mehr Wohnraum geeinigt. Damit soll besonders der Mietenanstieg in Großstädten gedämpft werden. Wie es an diesem Sonntag aus Verhandlungskreisen in Berlin hieß, soll besonders der soziale Wohnungsbau gestärkt werden. Im Gespräch ist hierfür eine Summe von zusätzlich zwei Milliarden Euro bis 2021.

          Zudem soll mit Projekten wie einem „Baukindergeld“ für Familien und Investitionsanreizen für die Bauwirtschaft das Bauen von mehr Wohnungen erreicht werden – dieses Paket soll ebenfalls zusätzlich zwei Milliarden Euro umfassen. Zu wenig Wohnraum gilt als Hauptgrund für rasant steigende Mieten in den Ballungszentren Deutschlands. Die 15 Personen umfassende Chef-Runde von CDU, CSU und SPD musste die Vorschläge der Arbeitsgruppe Wohnen noch absegnen.

          Ein „Baukindergeld“ soll vor allem für mittlere Einkommen neue Anreize schaffen, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Die Union hatte vorgeschlagen, dass künftig über einen Zeitraum von zehn Jahren ein „Baukindergeld“ in Höhe von 1200 Euro je Kind im Jahr gezahlt wird, um Familien zu fördern. Zudem soll Städten und Gemeinden geholfen werden, damit sie an mehr günstiges Bauland kommen, eine Idee hierbei ist ein Vorkaufsrecht und Preisnachlässe für bundeseigene Grundstücke und Immobilien.

          Weitere Themen

          Merkels Auftritt locker und aufgeräumt Video-Seite öffnen

          Davos 2019 : Merkels Auftritt locker und aufgeräumt

          Deutschland sehe im Bereich der Digitalisierung überhaupt nicht gut aus, sagte die Bundeskanzlerin auf dem Weltwirtschaftsforum. F.A.Z.-Ressortleiter Finanzen, Gerald Braunberger, analysiert Angela Merkels Auftritt im Video.

          Videospiele spielen mehr Geld ein als Kinofilme

          Neuer Rekord : Videospiele spielen mehr Geld ein als Kinofilme

          Wer noch daran gezweifelt hat, dass Videospiele inzwischen ein erstzunehmender Wirtschaftsfaktor sind, der sollte spätestens jetzt umdenken: 2018 hat die Industrie in Amerika mehr umgesetzt, als auf der ganzen Welt für Kinokarten ausgegeben wurde.

          Topmeldungen

          Soll der gelockerte Zugang zu vielen Handwerksberufen wieder beschränkt werden? Darüber wird zur Zeit heftig diskutiert. (Symbolbild)

          F.A.Z. exklusiv : Wettbewerbshüter gegen Zwang zum Meister im Handwerk

          Brauchen alle Handwerker bald wieder einen Meisterbrief, um sich selbständig zu machen? Wie die F.A.Z. erfahren hat, protestiert gegen diesen Vorschlag jetzt die Monopolkommission – nicht nur im Interesse der Verbraucher.

          Vor Brexit-Abstimmung : Ihr Antrag setzt May unter Druck

          Die Labour-Abgeordnete Yvette Cooper will einen ungeregelten Brexit doch noch verhindern. Sie bekommt für ihren Antrag parteiübergreifend Unterstützung – aber nicht von Premierministerin May.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.