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Fehlende Genehmigungen : Unternehmen stoppt Investitionen in griechische Goldminen

  • Aktualisiert am

Eldorado-Goldmine in Skouries Bild: Reuters

Eine der größten Investitionen im Bereich Goldgewinnung in Griechenland ist in Gefahr. Das kanadische Unternehmen Eldorado Gold will den Ausbau größtenteils einstellen.

          Das kanadische Bergbauunternehmen Eldorado Gold stoppt wegen eines Lizenzstreits seine Investitionen in Goldminen in Griechenland. Trotz mehrfacher Bemühungen seitens des Unternehmens und seines griechischen Ablegers Hellas Gold um eine Einigung mit der Regierung gebe es nach wie vor „Verzögerungen“ bei den nötigen Genehmigungen und Lizenzen, erklärte Eldorado Gold am Montag. Daher würden sämtliche Investitionen bis auf weiteres gestoppt.

          Betroffen von den fehlenden Genehmigungen sind die Projekte Skouries und Olympias im nordgriechischen Chalkidiki, wie das Unternehmen weiter ausführte. Eingestellt würden nun aber auch Investitionen in sämtliche andere Projekte. Konzernchef George Burns bedauerte die „Sackgasse“, in der sich Eldorado Gold gerade befinde.

          Eldorado-Konzernchef George Burns

          Gleichwohl ließ Burns die Tür geöffnet: Sollte sich die griechische Regierung „offen für Gespräche“ zeigen, seine vertraglichen Verpflichtungen einhalten und die nötige Erlaubnis erteilen, werde Eldorado Gold seine Investitionspläne noch einmal überdenken, sagte er in Athen.

          Vor allem um die Skouries-Mine auf der Halbinsel Chalkidiki gibt es seit langem Streit. Eldorado Gold hatte den Bau der Goldmine Anfang vergangenen Jahres wegen Streitigkeiten mit der griechischen Regierung ausgesetzt. Schon damals hieß es, Hellas Gold warte seit über drei Jahren auf eine ständig „verschleppte“ Baugenehmigung. Eldorado Gold hatte in die Mine schon mehrere hundert Millionen Dollar investiert.

          Seit Jahren gibt es größere Proteste gegen das Unternehmen Eldorado Gold: Das Foto zeigt Demonstranten in Thessaloniki vor vier Jahren.

          Zwischendurch war die Mine durch Griechenlands Regierung geschlossen worden, was mit Verstößen gegen Umweltauflagen begründet wurde. Zahlreiche Umweltaktivisten, darunter auch Deutsche, wurden damals bei Protesten festgenommen. Die Umweltschützer argumentierten, die Arbeiten würden irreparable Schäden verursachen und das örtliche Wasser verunreinigen.

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