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Griechenland : Der letzte Anker für Stabilität

  • -Aktualisiert am

Es geht nicht darum, wie hoch oder relativ die griechischen Schulden sind, es geht um das Prinzip: Springt die Union ein, dann wird die EU zur Haftungs- und Schuldengemeinschaft.

          Schon vor der Finanzkrise hat der Europäische Stabilitätspakt nicht gehalten, was er versprochen hat. Nach der Krise könnte der nächste und letzte Anker für einen stabilen Euro reißen: die „No-bail-out-Klausel“ des Maastricht-Vertrags, die die Haftung der Währungsunion oder eines Mitglieds für die Schulden eines anderen Euro-Staates ausschließt.

          Wenn die neue griechische Regierung dem schlechten Beispiel ihrer vielen Vorgänger folgt, sich einen Teufel um die Reduzierung der riesigen Defizite schert und weiter die Statistiken fälscht, dann kommt es nächstes Jahr zum Schwur.

          Werden die Schulden der Griechen von der Union übernommen, dann wird die EU zur Haftungs- und Schuldengemeinschaft.

          Für das dadurch zerstörte Vertrauen in den Euro werden am Ende alle Bürger bezahlen, in Form von Entwertung ihres Geldes und ihrer Renten. Es geht nicht darum, wie hoch oder relativ die griechischen Schulden sind. Es geht um das Prinzip, dass ein Land nicht für die Schulden eines anderen einzustehen hat. Wenn Deutschland heute den Griechen hilft, muss es morgen für Italien, Spanien oder andere zahlen. Bevor das passiert, sollte Griechenland den Euro-Raum verlassen.

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