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Europäische Zentralbank : Prognose-Grenzen

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Bild: $image.photoCredit

Die EZB steht wegen ihrer Fehlprognosen zur Inflation in der Kritik. Aber geht es überhaupt besser?

          2 Min.

          Im Rahmen der Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie hat die Europäische Zentralbank (EZB) noch im vergangenen Jahr die Bedeutung ihrer ­mittel- und langfristigen Inflationsprognosen für geldpolitische Entscheidungen gestärkt. Eine Normalisierung der Geldpolitik sollte erfolgen, wenn die Inflationsprognosen in der Mitte (das heißt nach 12 bis 18 Monaten) des Pro­gnosehorizonts auf dem Ziel von 2 Prozent liegen und dort für den Rest des Prognosezeitraums (bis zu drei Jahre) verbleiben würden. In den letzten Monaten sind die EZB-Prognosen jedoch immer stärker in die Kritik geraten, weil sie die tatsächliche Entwicklung der Inflation kontinuierlich unterschätzt haben.

          Zudem haben die mittel- bis langfristigen Prognosen lange Zeit suggeriert, dass der aktuelle Anstieg der Inflation nur vorübergehend ist und die Inflation mittel- bis langfristig wieder unter das 2-Prozent-Ziel zurückfällt. Diese Fehlprognosen haben dazu beigetragen, dass die EZB ihren geldpolitischen Kurs nicht schon früher geändert hat.

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