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Google und Facebook : EU prüft Datensammlung der Online-Riesen

  • Aktualisiert am

Google muss sich auch viel Kritik anhören. Bild: Reuters

Die Kommission untersucht, ob Google und Facebook tatsächlich ihre Marktmacht missbrauchen. Jetzt sollen sich deren Konkurrenten äußern und der Behörde viele Fragen beantworten.

          2 Min.

          Die EU-Wettbewerbshüter schauen auf die Vorteile durch die großen Datenmengen, die die amerikanischen Internetkonzerne Google und Facebook sammeln. Inwiefern erheben die beiden Unternehmen ihre Daten? Schränkt das den Wettbewerb ein? Wie wertvoll sind überhaupt die Erhebungen im Internet?

          Wie die Datenmengen von Google und Facebook deren Konkurrenten unfair beeinträchtigen, untersucht die EU-Kommission nach einem Bericht der „Financial Times“ genauer. Im Fall von Google hat die Kommission einen ausführlichen  Fragebogen an Konkurrenten geschickt: Dabei geht es darum, wie das amerikanische Unternehmen Daten sammelt und damit Geld verdient. Demnach haben die Unternehmen bis zum 7. Januar Zeit, um darauf zu antworten.

          Von einer beängstigenden Datenmenge spricht demnach Richard Stables, Chef der Preisvergleichs-Internetseite Kelkoo: Er glaube, dass die Kommission nicht wisse, wie umfangreich Googles Datenerhebung über das Internet ist und schockiert wäre.

          „Google endlich in die Schranken weisen“

          Die Europäische Kommission teilt mit, zu prüfen, wie und warum Google Daten sammelt. „Die Kommission hat im Rahmen einer vorläufigen Untersuchung der Praktiken von Google in Bezug auf die Erhebung und Verwendung von Daten durch Google Fragebögen verschickt. Die vorläufige Untersuchung läuft noch“, teilte die EU-Regulierungsbehörde laut Nachrichtenagentur Reuters mit. Demnach soll der Schwerpunkt auf Daten im Zusammenhang mit lokalen Suchdiensten, Online-Werbung, Anmeldediensten, Webbrowsern und anderen Themen liegen.

          Ähnlich wie bei Google erhalten auch Konkurrenten von Facebook Fragen zum Verhalten des sozialen Netzwerkes. Hier versucht die Europäische Kommission zu verstehen, wie das soziale Netzwerk Daten online sammelt. Geschäftspartner und Wettbewerber von Facebook werden hierzu gefragt, warum sie Daten an Facebook weitergeben und wie bedeutsam die Daten sind.

          Über den Umgang der großen amerikanischen Internetkonzerne beschweren sich die Konkurrenten oft. Klagen zu Google und dessen Einkaufsangebot „Shopping“ verfassten gerade 41 Preisvergleichsportale in einem Brief an EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, die seit Dezember auch geschäftsführende Vizepräsidentin und Kommissarin für Digitales ist.

          Die Verfasser des Briefs, zu denen die deutschen Angebote Idealo, Billiger.de oder Ladenzeile.de gehören, fordern, „Google endlich in die Schranken zu weisen“, weil das Unternehmen seine Marktmacht im Bereich für Produktsuche und Preisvergleich weiterhin missbrauche.

          Google nutzt Daten nach eigenen Angaben, um seine Dienste zu verbessern. Nutzer könnten ihre Daten jederzeit verwalten, löschen und übertragen.

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