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Goldman-Sachs-Deutschland-Chef : „Viele deutsche Unternehmen haben einen Vorteil“

Wolfgang Fink, geboren 1966, arbeitet seit 1993 für die Investmentbank Goldman Sachs. Bild: Michael Braunschädel

Der Chef von Goldman Sachs in Deutschland, Wolfgang Fink, im Gespräch über die Gefahren der Zeit, Deutschlands Stärken – und die Arbeitszeiten in seiner Bank.

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          Herr Fink, Deutschlands Unternehmen sind Ihre Kunden. Wie groß sind Ihre Sorgen?

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wir erleben eine Phase der Anpassung an vielfältige Herausforderungen. Das sind vor allem erstens die geopolitischen Fragen mit Russland und China. Zweitens eine Deglobalisierung, die schon während der Pandemie begonnen hat. Dann haben wir die Inflation und daher eine neue Geldpolitik mit höheren Zinsen und Verwerfungen an den Kapitalmärkten. Zudem die Dekarbonisierung unserer Wirtschaft. Und dann die großen Fragen der Demographie und Einkommensverteilung. Das alles sind bedeutende Pro­bleme, die allerdings schon seit einiger Zeit existieren. Im laufenden Jahr haben wir zum Teil extreme Ausprägungen gesehen. Deshalb spricht der eine oder andere vom perfekten Sturm. Allerdings liegt es in der Natur dieser Phänomene, dass es dafür keine kurzfristigen Lösungen gibt.

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