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Lloyd Blankfein : Goldman-Sachs-Chef für zweites Brexit-Votum

  • Aktualisiert am

Hält nichts vom Brexit: Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein Bild: Reuters

Wollen die Briten wirklich immer noch aus der EU austreten? Der Chef der mächtigsten Wall-Street-Bank zweifelt daran und rät dem Land, noch einmal abzustimmen - angesichts einer so „monumentalen und irreversiblen Entscheidung“.

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          Lloyd Blankfein hält den Austritt der Briten aus der EU für eine schlechte Idee. Das hat der Vorstandsvorsitzende der Investmentbank Goldman Sachs schon mehrfach kundgetan. Aufgefallen ist er unlängst außerdem durch einige Mitteilungen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, in denen er sich darüber ausließ, wie gut es ihm zum Beispiel in Frankfurt und Paris gefalle - wo er künftig häufiger sein werde. Eine Anspielung darauf, dass auch die von ihm geführte Bank Personal auf den Kontinent verlegen und aus dem wichtigen Finanzzentrum in London abziehen wird.

          Nun hat er sich noch ein Stück weiter in die Diskussion eingemischt und öffentlich darüber nachgedacht, ob die Briten nicht ein zweites Mal abstimmen sollten am Ende der Verhandlungen mit der EU. Um zu klären, ob sie in dieser folgenreichen Frage und nach den gemachten Erfahrungen nach wie vor den Austritt wollen oder nicht.

          „Hier im Vereinigten Königreich haben viele Manager (...) ein besseres Gespür für den harten und risikoreichen Weg, der vor ihnen liegt“, teilte Blankfein via Twitter mit. Es widerstrebe ihnen, das so zu sagen, aber viele wünschten sich ein „bestätigendes Votum über eine Entscheidung, die so monumental und irreversibel ist“. Und er frage anschließen: „Wenn so viel auf dem Spiel steht, wieso nicht sicherstellen, dass der Konsens weiterhin trägt?“

          Dass es für seine Bank alternative Standorte gibt, machte Blankfein erst vor wenigen Tagen abermals klar, und auch wieder über Twitter. Da schrieb er, wie ihn die „positive Energie hier in Paris“ beeindrucke. Eine starke Regierung und die Unternehmer seien bereit zu Wirtschaftsreformen und hätten die ersten Schritte bereits getan. „Und das Essen ist auch gut.“

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