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Konfliktmineralienverordnung : Gold ohne Blutspur

  • -Aktualisiert am

Goldabbau ist häufig mit Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsarbeit und Misshandlung verbunden. Bild: Martin Franke

Verantwortungsvoller Handel: Ab 2021 müssen Unternehmen wissen, woher die Stoffe kommen, die sie in ihren Produkten verarbeiten.

          2 Min.

          Von Januar 2021 an müssen Unternehmen in der Europäischen Union die Pflichten aus der Konfliktmineralienverordnung (Verordnung (EU) 2017/821) beachten. Dies ist keinesfalls nur für Rohstoffhändler oder Hüttenbetreiber relevant. Auch Unternehmen etwa der Chemie-, Technologie- oder Automobilindustrie können betroffen sein. Denn die Verordnung gilt für Zinn, Tantal, Wolfram und Gold – also für Stoffe, die beispielsweise in Mobiltelefonen, Autos, Chemikalien oder Batterien enthalten sind.

          Ziel der Konfliktmineralienverordnung ist es, den Handel mit den vier Metallen und Mineralien besser zu überwachen und auf verantwortungsvolle, konfliktfreie Quellen zu beschränken. Denn Zinn, Tantal, Wolfram und Gold gehören zu den Stoffen, die am häufigsten mit bewaffneten Konflikten und daraus resultierenden Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsarbeit und Misshandlung sowie mit Korruption und Geldwäsche in Verbindung stehen. Daher verpflichtet die Verordnung insbesondere europäische Hütten und Raffinerien dazu, diese Stoffe verantwortungsvoll zu beziehen. Darüber hinaus müssen EU-Importeure internationale Beschaffungsstandards einhalten.

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