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GmbH in Verantwortungseigentum : Steuernagels Coup

Messer des Unternehmens Victorinox, das in einer Form des Verantwortungseigentums geführt wird. Bild: Hauri, Michael

Er ist leidenschaftlicher Firmengründer. Jetzt führt Armin Steuernagel eine neue Bewegung an: Diese will das Gesellschaftsrecht reformieren. Gar nicht so einfach.

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          Der Mann ist ein rotes Tuch. Das sieht man ihm nicht direkt an, wie er so geschäftig mit wippenden Schritt durch Berlin marschiert. Freundlich, engagiert und aufgeschlossen ist er. Aber man hört es aus etablierten Kreisen, den Rechtsprofessoren, alteingesessenen Familienunternehmern, konservativen Politikern. Sie beäugen Armin Steuernagel mit wachsenden Argwohn und halten seine Ideen wahlweise für eine hinterlistige Art der Steuergestaltung, für die Wiedergeburt des Sozialismus oder sogar für eine überflüssige Luftnummer.

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Steuernagel ist erst 30 Jahre alt und damit noch immer Jungunternehmer, auch wenn er schon seit rund 13 Jahren im Geschäft ist. Aber er hat eine umstrittene Idee. Er möchte die Politik dazu bewegen, eine neue Gesellschaftsform einzuführen: eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung „in Verantwortungseigentum“. Dafür hat er schon eine ganze Reihe von Unterstützern an Land gezogen, was wiederum den Grundstein für seine Wirkung als rotes Tuch gelegt hat.

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