https://www.faz.net/-gqe-87ydf

Einigung mit Justiz : GM zahlt 900 Millionen Dollar Strafe wegen Zündschloss-Skandal

  • Aktualisiert am

Lebensgefährlich: Wenn Autos in voller Fahrt von selbst ausgehen. Bild: AP

Den amerikanischen Autokonzern General Motors beschäftigt schon länger ein Skandal um defekte Zündschlösser, die Autos in voller Fahrt ausgehen ließen. Jetzt gibt es einen Deal. Und GM kommt überraschend günstig weg.

          1 Min.

          Wegen einer Reihe tödlicher Autounfälle infolge defekter Zündschlösser zahlt General Motors (GM) eine Strafe von 900 Millionen Dollar. Darauf habe sich der Opel-Mutterkonzern mit den amerikanischen Justizbehörden geeinigt, teilte ein New Yorker Gericht am Donnerstag mit. Demnach räumt der Autobauer ein, Probleme mit defekten Zündschlossern nicht mitgeteilt und Kunden über die Sicherheit betroffener Fahrzeuge in die Irre geführt zu haben. Mit dem Vergleich würden die Strafermittlungen nun eingestellt, hieß es in den Gerichtsdokumenten.

          Mit dem Zündschloss-Skandal werden 124 Todesfälle in Verbindung gebracht. GM kommt günstiger weg als der japanische Konkurrent Toyota, der in einem ähnlichen Fall 1,2 Milliarden Dollar zahlen musste.

          GM hatte erst im Februar 2014 damit begonnen, etwa 2,6 Millionen Fahrzeuge wegen der defekten Zündschlösser zurückzurufen, obwohl das Problem seit Jahren intern bekannt war. Bei den Wagen bestand die Gefahr, dass der Zündschlüssel unbeabsichtigt in die Aus-Position springt. Dadurch könnte während der Fahrt der Motor ausgehen und elektronische Systeme wie Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschalten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Armin Laschet, Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidat von CDU/CSU, im Interview mit der F.A.Z.

          F.A.Z. exklusiv : Laschet stellt klar: Mein Platz ist in Berlin

          Der Unions-Kanzlerkandidat besteht nicht auf eine „Rückfahrkarte nach Düsseldorf“. Im Interview mit der F.A.Z. legt sich Armin Laschet fest: Nach der Bundestagswahl geht es nach Berlin – ob als Kanzler oder nicht.
          Der deutsche Export boomt.

          Deutsche Industrie : Auf dem Weg in den Post-Corona-Boom

          Deutsche Autos und Maschinen sind wieder gefragt. Die Produktionserwartungen sind so gut wie seit 30 Jahren nicht. Doch Lieferengpässe bleiben ein Problem – vielleicht sogar länger als gedacht.

          Schwerpunktviertel Chorweiler : Wenn der Impfbus kommt

          Metin Yilmaz und seine Nachbarn im Hochhausviertel Chorweiler sind stärker gefährdet, sich mit Corona anzustecken. Die Stadt Köln hat deshalb die Impfreihenfolge aufgehoben. Ein Besuch bei der einmaligen Impfaktion.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.