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Unkrautvernichter : EU-Ausschuss vertagt Entscheidung über Glyphosat

  • Aktualisiert am

Ob und wie Glyphosat weiter verwendet werden darf, darüber wird in Brüssel immer noch diskutiert. Bild: AFP

Wie es mit dem umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der EU weitergeht, bleibt weiterhin unklar. Gestern hatten sich das EU-Parlament und die EU-Kommission dazu geäußert.

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          Die Entscheidung über die weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in der Europäischen Union ist vertagt. Das zuständige Expertengremium der EU-Länder stimmte am Mittwoch in Brüssel nicht ab, wie die EU-Kommission mitteilte. Stattdessen soll in den nächsten Wochen abermals beraten werden.

          Um die Chemikalie, die in Verdacht steht, krebserregend zu sein, ist ein Streit zwischen den 28 EU-Mitgliedsländern entbrannt, da sich im Vorfeld wichtige EU-Staaten gegen die zeitliche Erweiterung der nur noch bis Ende des Jahres laufenden Zulassung wehrten. Die EU-Kommission hatte zunächst eine Verlängerung um zehn Jahre vorgeschlagen, doch ist am Dienstag von ihrem Vorschlag abgerückt. Wie ein Sprecher nach der wöchentlichen Sitzung der Kommission sagte, strebt die Behörde nun in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten eine Verlängerung zwischen fünf und sieben Jahren an.

          Das Europaparlament hatte zuvor in einer Resolution gefordert, die Zulassung nach fünf Jahren im Dezember 2022 auslaufen zu lassen. Die weitere Verwendung wollen die EU-Abgeordneten außerdem an bestimmte Auflagen knüpfen. So soll ein Einsatz unmittelbar vor der Ernte europaweit verboten werden.

          Glyphosat ist Kernbestandteil des umsatzstarken Pflanzensprühmittels Roundup des amerikanischen Konzerns Monsanto, der an den deutschen Wettbewerber Bayer verkauft

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