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Glosse Wirtschaft : Trotziges Amerika

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dri. Die Dezemberzahlen für den amerikanischen Arbeitsmarkt sind unerwartet gut ausgefallen. Zwar sollte man solche Momentaufnahmen nicht überbewerten, zumal der Arbeitsmarkt in der Konjunkturanalyse als ein Spätindikator gilt.

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          dri. Die Dezemberzahlen für den amerikanischen Arbeitsmarkt sind unerwartet gut ausgefallen. Zwar sollte man solche Momentaufnahmen nicht überbewerten, zumal der Arbeitsmarkt in der Konjunkturanalyse als ein Spätindikator gilt. Gleichwohl sind die Zahlen ein weiterer Beleg dafür, dass eine Rezession in Amerika weiter entfernt ist, als es manche Pessimisten glauben machen wollen. Die Arbeitslosenquote in der größten Volkswirtschaft der Welt verharrt mit 4,5 Prozent in der Nähe ihres historischen Tiefs. Der hohe Beschäftigungsgrad und die ansehnlichen Lohnzuwächse sprechen gegen einen Einbruch des privaten Konsums, der für mehr als zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts steht. Zwar verunsichert das Ende des Booms am Häusermarkt mancherorts die Verbraucher. Die Wertzuwächse der vergangenen Jahre haben aber weitgehend Bestand. Obendrein beschert der Aktienmarkt jetzt auch den Amerikanern wieder ansehnliche Vermögenszuwächse. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass Amerikas Wirtschaft auch im neuen Jahr solide wachsen wird, wenngleich sie hinter ihrem durchschnittlichen Realwachstum von drei Prozent leicht zurückbleiben dürfte. Die hohe Lohninflation sollte die Notenbank Federal Reserve vorerst davon abhalten, den Zinsschalter umzulegen und eine Phase der Zinssenkungen einzuleiten. Aber damit kann der Rest der Weltwirtschaft sehr gut leben.

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